Produktion/Absatz, Zusammenfassung

China erwÀgt Bestellung Hunderter Airbus-Jets - Kurssprung

04.06.2025 - 12:28:46 | dpa.de

China könnte beim Besuch europÀischer StaatsoberhÀupter im Juli hunderte Flugzeuge bei Airbus NL0000235190 bestellen.

Derzeit fĂŒhre der weltgrĂ¶ĂŸte Flugzeughersteller GesprĂ€che mit chinesischen Airlines zum Umfang einer Bestellung, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Auftrag könnte etwa 300 Mittel- und Langstreckenjets umfassen. Chinas Fluggesellschaften haben kaum noch Wahlmöglichkeiten, da das Land wegen des Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten vorerst keine Jets des US-Herstellers Boeing US0970231058 abnimmt.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Airbus-Aktie legte bis zur Mittagszeit um rund vier Prozent auf 172,74 Euro zu und nĂ€herte sich damit ihrem Rekordhoch von gut 177 Euro von Anfang MĂ€rz. Zugleich gehörte sie am Mittwoch zu den Spitzenreitern im Dax DE0008469008. FĂŒr die Aktien der Triebwerksbauer Rolls-Royce GB00B63H8491, Safran und MTU DE000A0D9PT0 ging es ebenfalls etwas aufwĂ€rts.

Einer Quelle zufolge könnte Chinas Großauftrag fĂŒr Airbus zwischen 200 und 500 Flugzeuge umfassen. Sicher ist der Deal den Insidern zufolge aber noch nicht. Die Verhandlungen könnten noch scheitern oder lĂ€nger dauern. Airbus lehnte eine Stellungnahme auf Nachfrage vom Bloomberg ab. Vertreter der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde hĂ€tten nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme reagiert, hieß es weiter.

Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) könnten wie andere StaatsoberhĂ€upter Peking im Juli besuchen, um das 50-jĂ€hrige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen China und der EuropĂ€ischen Union zu feiern. Ihre LĂ€nder sind die beiden grĂ¶ĂŸten Anteilseigner von Airbus.

Ein öffentlichkeitswirksames GeschĂ€ft mit Airbus wĂ€re auch ein Signal an die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump. China und die USA - die beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt - befinden sich aktuell in einem umfassenden Handels- und Zollstreit.

Im April war bekannt geworden, dass Chinas Fluggesellschaften bis auf Weiteres keine von ihnen bestellten Boeing-Flugzeuge mehr annehmen. Boeing-Chef Kelly Ortberg hatte bestÀtigt, dass drei brandneue Maschinen in China zur Auslieferung bereitgestanden hatten.

Dabei sind neue Passagierjets weltweit heiß begehrt. Die AuftragsbĂŒcher von Airbus und Boeing sind prall gefĂŒllt. Vor allem die Wartezeiten fĂŒr die viel gefragten Mittelstreckenflugzeuge aus Airbus' Modellfamilie A320neo betragen mehrere Jahre. Der Hersteller und seine Zulieferer kommen mit dem Produktionsausbau kaum hinterher.

Unterdessen kĂ€mpft Boeing seit 2019 infolge zweier AbstĂŒrze, eines Beinahe-UnglĂŒcks und etlicher ProduktionsmĂ€ngel mit hausgemachten Problemen. Der Konzern darf die Produktion seiner meistgefragten Modellreihe 737 Max wegen behördlicher Auflagen deshalb bis auf Weiteres nicht weiter hochfahren. Aus China hat der US-Konzern schon seit 2017 keine grĂ¶ĂŸere Bestellung mehr erhalten.

Airbus und Boeing teilen den Weltmarkt fĂŒr Mittel- und Langstreckenflugzeuge fast komplett unter sich auf. Zwar hat China mit der Comac C919 inzwischen ebenfalls einen Mittelstreckenjet mit aktueller Technik im Angebot. Doch dessen Triebwerke kommen von CFM, einem Gemeinschaftsunternehmen von Safran FR0000073272 aus Frankreich und GE Aerospace US3696043013 aus den USA. Zudem ist die C919 bisher nur fĂŒr den Betrieb innerhalb Chinas zugelassen.

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