CSU, Northvolt-Untersuchungsausschuss

CSU fordert Northvolt-Untersuchungsausschuss

26.06.2025 - 12:44:23

CSU-GeneralsekretÀr Martin Huber fordert im Fall Northvolt einen Untersuchungsausschuss des Bundestags.

Dieser solle das "Versagen" des frĂŒheren Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (GrĂŒne) untersuchen, sagte Huber in Berlin. "Bei Northvolt ist der Verdacht, dass Gutachten und Warnungen ignoriert wurden. Es stellt sich schon die Frage: Wie kann ein Unternehmen wenige Monate, nachdem Staatskredit in Höhe von Hunderten von Millionen Euro bewilligt werden, insolvent gehen?" Offensichtlich seien im Wirtschaftsministerium unter Habeck Steuergelder verteilt worden "wie Kamelle auf dem Kölner Karneval".

Der Bundestag muss auf Antrag von mindestens einem Viertel der Abgeordneten einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Diesen Anteil wĂŒrden CSU und CDU erreichen. Ein Untersuchungsausschuss prĂŒft mögliche MissstĂ€nde in Regierung und Verwaltung und mögliches Fehlverhalten von Politikern. Dazu kann er Zeugen und SachverstĂ€ndige vernehmen und sich Akten vorlegen lassen.

Northvolt meldete im MĂ€rz in Schweden Insolvenz an. UngeklĂ€rt ist, wie es mit der im Bau befindlichen Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein weitergeht. Northvolt hat fĂŒr den geplanten Fabrikbau rund 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW erhalten. Bund und Land ĂŒbernahmen die Wandelanleihe jeweils zur HĂ€lfte.

Es droht nun ein hoher Schaden fĂŒr die Steuerzahler. Medienberichten zufolge wirft der Bundesrechnungshof Habeck vor, viel zu leichtfertig Steuergeld an Northvolt vergeben und wirtschaftlichen Risiken unterschĂ€tzt zu haben. Habeck hatte die Subventionen fĂŒr Northvolt verteidigt.

@ dpa.de