ROUNDUPDobrindt, VerÀnderung

Werden an VerÀnderung von Cannabis-Gesetz nicht mitarbeiten

19.03.2024 - 14:10:41 | dpa.de

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat eine Beteiligung der Union an VerÀnderungen des Cannabis-Gesetzes in einem möglichen Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat abgelehnt.

"Wenn dieses Gesetz im Vermittlungsausschuss landet, werden wir nicht daran mitarbeiten, dieses Gesetz in irgendeiner Form zu verĂ€ndern, sondern es bleibt bei unserer grundsĂ€tzlichen Ablehnung", kĂŒndigte der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag am Dienstag in Berlin an. Dobrindt sprach von einem schlechten Gesetz mit erheblichsten MĂ€ngeln, "das wir nicht fĂŒr reformfĂ€hig halten".

Der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), erklĂ€rte, er lehne das Cannabis-Gesetz grundlegend ab. "Ich wĂŒrde mich schĂ€men, wenn mein Name mit diesem Gesetzesvorhaben in irgendeine Verbindung gebracht wĂŒrde", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Montag angekĂŒndigt, er wolle ein mögliches Scheitern der Legalisierung von Cannabis zum 1. April abwenden. Er werde die gesamte Woche ĂŒber dafĂŒr kĂ€mpfen, dass es eine Anrufung des Vermittlungsausschusses im Bundesrat an diesem Freitag nicht gebe. Der Minister kĂŒndigte eine ProtokollerklĂ€rung der Bundesregierung fĂŒr die Bundesratssitzung an, mit der man versuchen wolle, dass "einige der Sorgen der LĂ€nder, die jetzt den Vermittlungsausschuss anrufen wollen, genommen werden können".

Nach dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz sollen Besitz und Anbau der Droge mit zahlreichen Vorgaben fĂŒr VolljĂ€hrige zum Eigenkonsum vom 1. April an erlaubt sein. Das Gesetz kommt an diesem Freitag abschließend in den Bundesrat. Dort ist es nicht zustimmungsbedĂŒrftig, aber die LĂ€nderkammer könnte den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Bundestag anrufen und das Verfahren damit abbremsen.

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