WHO: Geldmangel gefÀhrdet Schwangere
07.04.2025 - 05:21:02 | dpa.deDie Weltgesundheitsorganisation WHO feiert dies zum Weltgesundheitstag (7. April), warnt aber gleichzeitig, dass die positive Entwicklung wegen der EinbrĂŒche bei der humanitĂ€ren Hilfe fĂŒr Ă€rmere LĂ€nder wieder umgekehrt werden könnte.
Seit 2016 hĂ€tten sich die Verbesserungen bereits merklich abgeschwĂ€cht. Mit humanitĂ€rer Hilfe werden etwa Kliniken und AusrĂŒstung wie UltraschallgerĂ€te finanziert.
Arme LĂ€nder betroffen
Im Jahr 2023 sei fast alle zwei Minuten weltweit eine Frau durch Schwangerschaftskomplikationen oder bei der Geburt gestorben, insgesamt mehr als eine Viertelmillion. Rund 92 Prozent der FÀlle passierten in LÀndern mit niedrigen Einkommen, und die meisten hÀtten mit besserer Versorgung verhindert werden können, berichtet die WHO.
WĂ€hrend in LĂ€ndern mit niedrigen Einkommen 346 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten sterben, sind es in LĂ€ndern mit hohen Einkommen nur 10. Todesursachen sind unter anderem schwere Blutungen nach der Geburt, Infektionen und Bluthochdruck.
Reizthema Abtreibung
Zum sogenannten Lebenszeitrisiko eines Todes im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt rechnet die WHO auch unsichere Abtreibungsmethoden.
"Um TodesfĂ€lle bei MĂŒttern zu vermeiden, ist es von entscheidender Bedeutung, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern", teilt die WHO mit. "Alle Frauen, einschlieĂlich Jugendliche, mĂŒssen Zugang zu VerhĂŒtungsmitteln, sicheren Abtreibungsdiensten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und eine qualitativ hochwertige Betreuung nach dem Schwangerschaftsabbruch haben."
Die ErwĂ€hnung von Abtreibung ist ein rotes Tuch fĂŒr die neue US-Regierung. Zahlreiche US-Bundesstaaten haben ihrerseits das Recht auf Abtreibung, die dort sicher durchgefĂŒhrt wurden, massiv eingeschrĂ€nkt. Der Einsatz fĂŒr sichere SchwangerschaftsabbrĂŒche ist einer der GrĂŒnde fĂŒr den Austritt aus der WHO, den US-PrĂ€sident Donald Trump verfĂŒgt hat.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

