Martin Schindler, Darts-EM

Darts-EM: Schindler verliert Finale in Dortmund mit 8:11

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 22:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Martin Schindler verpasst in Dortmund seinen ersten großen Major-Titel. Trotz eines zwischenzeitlichen 2:8-Rückstands kämpft sich der Deutsche noch einmal heran und sichert sich 80.000 Pfund Preisgeld sowie eine bessere Ausgangsposition für die WM.

Schindlers Dortmunder Turnierbilanz

  • Martin Schindler verlor das Finale der Darts-Europameisterschaft in Dortmund gegen Ross Smith mit 8:11.
  • Der Engländer gewann nach 2022 zum zweiten Mal die Europameisterschaft.
  • Schindler erhält 80.000 Pfund Preisgeld und verbessert seine Ausgangsposition für die WM in London.
  • Martin Schindler musste sich im Endspiel geschlagen geben. - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • Der EM-Finaleinzug wird für Schindler bleiben. - Bild: Bernd Thissen/dpa
Martin Schindler musste sich im Endspiel geschlagen geben. - Bild: Bernd Thissen/dpa Der EM-Finaleinzug wird für Schindler bleiben. - Bild: Bernd Thissen/dpa

Schindler verpasst EM-Titel in Dortmund

Martin Schindler hat seinen Lauf bei der Darts-Europameisterschaft in Dortmund nicht mit dem Titel gekrönt. Der 30-Jährige verlor das Finale gegen den topgesetzten Engländer Ross Smith mit 8:11.

Smith zieht früh davon

Schindler fand erst spät zu seinem Niveau aus Viertel- und Halbfinale. Beim Stand von 2:2 verpasste er den „Big Fish“ über 170 Punkte nur knapp, anschließend gewann Smith sechs Legs in Serie und führte zwischenzeitlich mit 8:2.

Der Engländer bestätigte damit seine Favoritenrolle. Nach dem Halbfinalsieg gegen Gerwyn Price holte Smith seinen zweiten EM-Titel nach 2022.

Größter deutscher Major-Erfolg

Der Finaleinzug bleibt für Schindler dennoch ein herausragender Erfolg. In der Westfalenhalle erreichte der 30-Jährige erstmals das Endspiel eines großen Major-Turniers und setzte damit einen neuen Bestwert für den deutschen Dartsport.

Tausende Zuschauer verfolgten die Partie, darunter BVB-Profi Maximilian Beier. Topfavorit Luke Littler war bereits am Nachmittag mit 6:10 an Krzysztof Ratajski gescheitert.

Preisgeld und bessere WM-Position

Schindler erhält 80.000 Pfund, umgerechnet rund 95.000 Euro, und kehrt in die Top 20 der Weltrangliste zurück. Für die Weltmeisterschaft in London vom 11. Dezember bis zum 3. Januar 2027 verbessert sich dadurch seine Ausgangsposition.

Smith klettert im Ranking um acht Plätze auf Rang sechs. Der zweite deutsche Starter Niko Springer war bereits in der ersten Runde gegen Jonny Clayton ausgeschieden.

Schindlers Finaleinzug markiert unabhängig vom Ausgang einen wichtigen Schritt für den deutschen Dartsport. Mit dem 11:6 gegen Krzysztof Ratajski erreichte der Berliner erstmals das Endspiel eines Major-Turniers und übertraf damit die bisherige deutsche Bestmarke bei einem solchen Wettbewerb.

Die Dortmunder European Championship gehört zu den bedeutendsten Ranglistenturnieren der Professional Darts Corporation. Das Teilnehmerfeld wird über die European Tour Order of Merit bestimmt; gespielt wird im Finale über die lange Distanz von bis zu 21 Legs. Diese Bedingungen belohnen Konstanz, Nervenstärke und die Fähigkeit, Rückstände über viele Legs hinweg aufzuholen.

Bedeutung für die WM

Das Preisgeld von 80.000 Pfund und die Rückkehr unter die besten 20 der Weltrangliste verbessern Schindlers Ausgangslage für die Weltmeisterschaft in London. Dort entscheidet sich vom 11. Dezember bis 3. Januar 2027, ob der Aufwärtstrend anhält und der Deutsche seine Position gegen die internationale Spitze behaupten kann.

Für Ross Smith bedeutet der zweite EM-Titel nach 2022 zugleich eine deutliche Verbesserung im Ranking. Schindlers Niederlage beendet daher zwar seinen Dortmunder Lauf, verändert aber nicht die sportliche Einordnung des Turniers: Der Finaleinzug war der bislang größte Major-Erfolg eines deutschen Dartsprofis.

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