Pyro-Pause und zwei Doppelpacks bei Augsburg gegen Freiburg
18.01.2026 - 19:48:20Diesmal hat dem FC Augsburg nicht einmal eine Zwei-Tore-FĂŒhrung gegen den SC Freiburg zum ersten Sieg im neuen FuĂball-Jahr gereicht. Trotz eines Blitz-Doppelschlags zu Beginn einer spektakulĂ€ren zweiten HĂ€lfte musste sich die Mannschaft von Trainer Manuel Baum mit einem am Ende sogar leicht schmeichelhaften 2:2 (0:0) begnĂŒgen. Drei Tage zuvor hatten die Augsburger in der FuĂball-Bundesliga gegen Union Berlin (1:1) in der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich kassiert.
«Ich glaube, nicht nur mich, sondern auch die Mannschaft Ă€rgert es», sagte Freiburgs auffĂ€lliger Einwechselspieler Niklas Beste bei DAZN zum Ergebnis: «Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir schnell 0:2 zurĂŒckliegen nach der Halbzeit.»
Nach einer zÀhen ersten HÀlfte ging's vor 29.160 Zuschauern im zweiten Durchgang so richtig rund. Alexis Claude-Maurice (47.) und Elvis Rexhbecaj (49.) bescherten den Augsburgern ein scheinbar sicheres Tore-Polster.
Dann schlug aber der SC Freiburg zu. Der eingewechselte Yuito Suzuki (60.) hĂ€mmerte nach einem Standard einen Volleyschuss unter die Latte. Der frĂŒhere Freiburger Michael Gregoritsch klĂ€rte nach einer Ecke des gefĂ€hrlichen Beste erst regelwidrig mit der Hand auf der Linie, im Nachschuss war aber Igor Matanovic (62.) erfolgreich.
Pyrotechnik vernebelt die Sicht
Die weiter abstiegsbedrohten Augsburger treffen am kommenden Samstag auf den ungeschlagenen Spitzenreiter FC Bayern. Die Freiburger bekommen es zunÀchst am Donnerstag in der Europa League mit Maccabi Tel Aviv zu tun, am Sonntag gastiert dann der 1. FC Köln.
Auf dem Rasen tat sich anfangs nur wenig. Das lag auch an Chaoten aus dem Freiburger Block, die das Spiel im Augsburger Eisschrank mit Pyrotechnik lahmlegten. Die Rauchschwaden waren so dicht, dass Schiedsrichter Martin Petersen die Partie unterbrechen musste. Die Profis hielten sich wĂ€hrend der Wartezeit mit DehnĂŒbungen und Ballgeschiebe warm.
Erstmal viel LangeweileÂ
Nach sechs Minuten Unterbrechung ging es weiter - doch auf einen zĂŒndenden Funken auf dem Platz warteten die Zuschauer vergeblich. Torchancen waren Mangelware. Die Augsburger deuteten mit KopfbĂ€llen von Keven Schlotterbeck (20.) und vor allem Claude-Maurice (32.) immerhin so etwas wie Gefahr vor Schlussmann Noah Atubolu an.
«Es geht um Laufwege, um PrĂ€zision, um Entscheidungsfindung, natĂŒrlich auch um Willen und AktivitĂ€t â das muss heute besser sein», ermahnte Freiburgs Trainer Julian Schuster nach dem 0:2 bei RB Leipzig am Mittwoch seine Mannschaft. Mehr als gute Absichten waren bei seinen Spielern aber in der ersten HĂ€lfte nicht zu erkennen. Angreifer Matanovic kam im Sturmzentrum zunĂ€chst immer wieder einen Tick zu spĂ€t.
Action in der zweiten HĂ€lfte
Die zweiten 45 Minuten entschĂ€digten dann fĂŒr den blassen ersten Durchgang. Eine Kopfballabwehr von Matthias Ginter landete direkt vor den FĂŒĂen von Claude-Maurice. Der Franzose fackelte nicht lange und schoss nach einer leichten BerĂŒhrung von Lukas KĂŒbler ein.
Augenscheinlich auf der Treppe beim Gang aus dem Spielertunnel verletzte sich noch vor dem Wiederanpfiff Kristijan Jakic - der eingewechselte Rexhbecaj erhöhte kurz danach per Kopf. Die Freiburger berappelten sich aber schnell und glichen aus.


