Hochwasser, Europa

Hochwasser mitten in Europa: Das Bangen geht weiter

17.09.2024 - 05:33:27

Das Bangen in den Hochwassergebieten geht weiter: In weiten Teilen des riesigen Katastrophengebietes von RumĂ€nien, Polen ĂŒber Tschechien bis Österreich ist noch kilometerweit Land unter.

Straßen und Felder sind ĂŒberschwemmt, Keller und HĂ€user vollgelaufen, DĂ€mme und Deiche teils zerstört. In Deutschland mĂŒssen sich die Menschen an Oder und Elbe auf die Wasserwalze aus ZuflĂŒssen in angrenzenden LĂ€ndern einstellen. An diesem Dienstag wird in einigen der betroffenen Gebiete mit nachlassenden NiederschlĂ€gen gerechnet.

Bisher kamen mindestens 18 Menschen beim verheerenden, tagelangen Regen ums Leben. In Österreich wurde am Montagabend ein weiterer Toter in den Fluten entdeckt. Ob der etwa 40- bis 50-jĂ€hrige Mann auch ein Hochwasser-Opfer ist, blieb zunĂ€chst unklar. Zahlreiche weitere Menschen werden vermisst.

In der polnischen Kleinstadt Klodzko rund 100 Kilometer sĂŒdlich von Breslau sah ein Teil der FußgĂ€ngerzone aus wie nach einer Bombenexplosion. In den LĂ€den im Erdgeschoss waren Schaufenster und TĂŒren herausgerissen. Drinnen waren Regale umgestĂŒrzt, lose Kabel hingen herum. In Klodzko war die Glatzer Neiße, ein Nebenfluss der Oder, ĂŒber die Ufer getreten.

Am selben Fluss liegt die Kleinstadt Nysa, wo das Wasser in die Notaufnahmestation des örtlichen Kreiskrankenhauses eindrang, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete. 33 Patienten wurden mit Schlauchbooten in Sicherheit gebracht, darunter Kinder und Schwangere. Örtliche Behörden ordneten Evakuierungen in Nysa sowie in Paczkow an. In der Kleinstadt im SĂŒdwesten Polens war ein Riss in der Staumauer eines Stausees festgestellt worden. 4.900 Soldaten wurden PAP zufolge zur UnterstĂŒtzung der lokalen Behörden der vom Hochwasser betroffenen Gebiete abgestellt.

@ dpa.de