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Rotes Kreuz empört ĂŒber KĂŒrzungen bei humanitĂ€rer Hilfe

02.04.2026 - 13:09:59 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert die KĂŒrzungen der Bundesregierung bei humanitĂ€rer Hilfe scharf.

DRK-Helfer (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Das macht mich wirklich fassungslos, ist kurzsichtig und falsch - und ein klarer Bruch des Koalitionsvertrages", sagte DRK-PrĂ€sident Hermann Gröhe dem "Tagesspiegel". Im Koalitionsvertrag sei eine StĂ€rkung vorgesehen. TatsĂ€chlich sei auf rund eine Milliarde Euro gekĂŒrzt worden, nachdem die Hilfe 2024 bei rund zwei Milliarden gelegen habe.

Gröhe sieht einen Zusammenhang mit der Haltung der Bevölkerung angesichts vielfacher Krisen. "Es besteht die Gefahr abzustumpfen", sagte der DRK-PrĂ€sident. "Und es macht mich traurig, wenn ich bei uns höre: Was kĂŒmmert ihr euch um den Sudan, helft erst einmal im eigenen Land." Dabei arbeite das Deutsche Rote Kreuz vor allem fĂŒr die Menschen im Inland, von der Kita ĂŒber den Rettungsdienst bis zur Pflegeeinrichtung.

"Aber wir dĂŒrfen doch die 300 Millionen Menschen, hĂ€ufig sind es Kinder, nicht vergessen, fĂŒr die humanitĂ€re Hilfe ĂŒberlebenswichtig ist", forderte Gröhe. Niemand denke, dass Deutschland alles Leid der Welt allein schultern könne. "Aber die Werte unserer Verfassung nehmen uns in die Pflicht, den Beitrag zu leisten, der unserer Wirtschaftskraft entspricht."

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