Inflation, Studierendenwerk

Inflation: Studierendenwerk pocht stĂ€rkere UnterstĂŒtzung

05.04.2024 - 00:00:00

Das Deutsche Studierendenwerk fordert angesichts der gestiegenen Preise mehr staatliche Hilfe zur Finanzierung seiner Leistungen.

"Wir brauchen mehr UnterstĂŒtzung des Staats, konkret der BundeslĂ€nder", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). "Sie mĂŒssen ihre Studierendenwerke stĂ€rker unterstĂŒtzen, um die soziale Infrastruktur an den Hochschulen und damit die Chancengleichheit des weiterhin sozial selektiven Hochschulsystems zu stĂ€rken." Studierendenwerke in Deutschland hĂ€tten mit den gestiegenen Kosten fĂŒr Nahrungsmittel, Energie und Personal zu kĂ€mpfen, sagte er.

Aufgrund der gestiegenen Preise musste beispielsweise das Studierendenwerk Köln, das fĂŒr sieben Hochschulen zustĂ€ndig ist, die Mieten erhöhen. Die Mieten stiegen zum Sommersemester im Gesamtdurchschnitt von 303 auf 339 Euro. Auch in MĂŒnchen wird Wohnen laut dem dortigen Studierendenwerk teurer. Im Januar 2023 betrug die durchschnittlich monatliche Bruttowarmmiete 346,80 Euro, derzeit sind es 360,80 Euro. Insgesamt seien die Kosten fĂŒr Studierende bei Wohnraum, Mensa und SozialbeitrĂ€gen im jetzt beginnenden Sommersemester 2024 moderat erhöht worden, sagte Anbuhl. "Aber die BemĂŒhungen der Studierendenwerke allein werden auf Dauer nicht reichen." Einige wenige BundeslĂ€nder wie Niedersachsen, Hamburg und Brandenburg wĂŒrden ihren Studierendenwerken fĂŒr das Jahr 2024 zusĂ€tzliche Sondermittel zur VerfĂŒgung stellen, um die Preiserhöhungen abzufedern, so Anbuhl. In Hamburg wurden daher laut dem dortigen Studierendenwerk keine Mensapreise erhöht, auch die Mieten sind stabil.

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