Ifo-Ăkonom: Wirtschaftsprobleme erklĂ€ren AfD-Erfolg im Osten nicht
22.08.2024 - 07:13:37
Die Regionen, in denen die AfD stark sei, seien nicht unbedingt tatsĂ€chlich benachteiligt, sagte der stellvertretende Leiter der Zweigstelle des Ifo-Instituts in Dresden, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Es ist, was die Einkommen angeht, eher eine gefĂŒhlte Benachteiligung und die Sorge um den Verlust des bisherigen Status", so Ragnitz.
Nach seiner EinschÀtzung wird der Osten Deutschlands im Lebensstandard nie den westdeutschen Durchschnitt erreichen. "Ich rechne nicht damit, dass man jemals auf 100 Prozent kommen wird", sagte Ragnitz.
Er begrĂŒndete das damit, dass die Standortbedingungen im Osten zu unterschiedlich vom westdeutschen Durchschnitt seien. Derzeit erreichen die ostdeutschen LĂ€nder, gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Kopf, etwa 76 Prozent des westdeutschen Niveaus. Staatlich geförderte GroĂansiedlungen wie der taiwanische Halbleiterproduzent TSMC in Dresden wĂŒrden dem Wachstum wenig helfen, erklĂ€rte Ragnitz. Ein Grund dafĂŒr liege darin, dass diese GroĂansiedlungen anderen Unternehmen in den Regionen ArbeitskrĂ€fte entzögen und nicht genug ArbeitskrĂ€fte zuwandern wĂŒrden.


