Faber, Risiko

Faber: Risiko militĂ€rischer Eskalation in Taiwan ab 2026 am grĂ¶ĂŸten

12.12.2024 - 17:45:00

Das Risiko eines militĂ€rischen Angriffs von China auf Taiwan ist nach Ansicht von FDP-Außenexperte Marcus Faber ab dem Jahr 2026 am grĂ¶ĂŸten.

SpĂ€testens jedoch 2028 sei China nach derzeitigen Prognosen so weit hochgerĂŒstet, dass sich Peking wohl klar ĂŒberlegen fĂŒhlen werde, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses der dts Nachrichtenagentur. Eine militĂ€rische Niederlage hingegen könne sich die chinesische Regierung auf keinen Fall erlauben. Eine fehlgeschlagene Invasion etwa wĂŒrde die Legitimation vor dem eigenen Volk infrage stellen.

"Dieses Risiko wird Peking nicht eingehen wollen", sagte Faber, der auch Vorsitzender der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft ist. Wenn ein militĂ€rischer Sieg unwahrscheinlich erscheine, wĂŒrden die Chinesen stattdessen wohl lieber wie bisher auf eine Isolation Taiwans setzen. Nach Ansicht des FDP-Politikers beobachtet China deswegen auch sehr genau, was gerade in der Ukraine passiert und mit welchen Mitteln der Westen eingreift. "Je erfolgloser Putin in der Ukraine ist, desto geringer ist das Risiko einer militĂ€rischen Eskalation zwischen China und Taiwan", sagte Faber. Der FDP-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Haltung der deutschen Bundesregierung. "Es fehlt an Szenarien-Planung. Taiwan erwartet von Deutschland kein militĂ€risches Engagement, aber klare Botschaften." Solche Ansagen gebe es aber nicht, Scholz und die SPD seien traditionell viel zu China-freundlich. Auch die Union ist seiner Ansicht nach in der Taiwan-Frage zu zurĂŒckhaltend. In der CDU gebe aber immerhin Politiker, die die Problematik erkannt hĂ€tten, "Norbert Röttgen zum Beispiel", sagte Faber. China betrachtet Taiwan als abtrĂŒnnige Provinz und provoziert immer wieder mit groß angelegten MilitĂ€rĂŒbungen. Zuletzt hatte das chinesische MilitĂ€r die PrĂ€senz in der NĂ€he von Taiwan wieder stark erhöht.

@ dts-nachrichtenagentur.de