Faber: Risiko militĂ€rischer Eskalation in Taiwan ab 2026 am gröĂten
12.12.2024 - 17:45:00"Dieses Risiko wird Peking nicht eingehen wollen", sagte Faber, der auch Vorsitzender der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft ist. Wenn ein militĂ€rischer Sieg unwahrscheinlich erscheine, wĂŒrden die Chinesen stattdessen wohl lieber wie bisher auf eine Isolation Taiwans setzen. Nach Ansicht des FDP-Politikers beobachtet China deswegen auch sehr genau, was gerade in der Ukraine passiert und mit welchen Mitteln der Westen eingreift. "Je erfolgloser Putin in der Ukraine ist, desto geringer ist das Risiko einer militĂ€rischen Eskalation zwischen China und Taiwan", sagte Faber. Der FDP-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Haltung der deutschen Bundesregierung. "Es fehlt an Szenarien-Planung. Taiwan erwartet von Deutschland kein militĂ€risches Engagement, aber klare Botschaften." Solche Ansagen gebe es aber nicht, Scholz und die SPD seien traditionell viel zu China-freundlich. Auch die Union ist seiner Ansicht nach in der Taiwan-Frage zu zurĂŒckhaltend. In der CDU gebe aber immerhin Politiker, die die Problematik erkannt hĂ€tten, "Norbert Röttgen zum Beispiel", sagte Faber. China betrachtet Taiwan als abtrĂŒnnige Provinz und provoziert immer wieder mit groĂ angelegten MilitĂ€rĂŒbungen. Zuletzt hatte das chinesische MilitĂ€r die PrĂ€senz in der NĂ€he von Taiwan wieder stark erhöht.


