Merz, Attentat

Merz zu Attentat: «Warum werden wir solche Leute nicht los?»

27.12.2024 - 15:11:06 | dpa.de

Der Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt wirft die Frage nach Konsequenzen auf. Unionskanzlerkandidat Merz zÀhlt auf, was seiner Ansicht nach zu tun ist.

CDU-Parteichef Merz wĂŒnscht sich neue Gesetze nach Magdeburg. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa

Nach dem Anschlag von Magdeburg hat Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz ein hÀrteres Vorgehen gegen TÀter mit Migrationshintergrund gefordert. «Wir sind im Umgang mit den Feinden unserer Demokratie einfach nicht konsequent genug. Wir dulden zu viele Menschen in Deutschland, die sich nicht integrieren wollen», schreibt der CDU-Chef in seinem E-Mail-Newsletter «MerzMail». 

Merz fĂŒr mehr Ausweisungen auch ohne Straftaten

Ausweisungen mĂŒssten auch möglich sein, wenn keine StraftatbestĂ€nde festgestellt seien, verlangte Merz. Der TĂ€ter von Magdeburg scheine ein besonders aggressiver Islam-Gegner zu sein, schrieb Merz, der zuvor auf die Gefahren des politischen Islamismus hingewiesen hatte. «Aber ganz offensichtlich werden auch mit diesem TĂ€ter, der nicht in das bisherige TĂ€terprofil passt, Konflikte auf deutschem Boden ausgetragen, die wir ganz einfach nicht dulden können. Wir mĂŒssen das stoppen!» Leitsatz mĂŒsse sein: «Wir wollen solche (potenziellen) StraftĂ€ter nicht in unserem Land haben!»

Er erinnerte an die Vorgeschichte des Mannes, der wegen Drohungen vorbestraft war. «Warum werden wir solche Leute nicht los, bevor sie großes Unheil anrichten? Es mag sein, dass die bisherige Rechtslage das nicht hergibt. Aber dann mĂŒssen diese gesetzlichen Regelungen eben geĂ€ndert werden!»

Merz sieht politischen Islam als eines der Hauptmotive fĂŒr Straftaten

Merz beklagte eine generell gestiegene Gewaltbereitschaft, unter anderem in Schulen oder beim Fußball. Es steige aber auch die Zahl schwerer Straftaten durch Migranten. «Die signifikant höhere AuslĂ€nderkriminalitĂ€t wird im Detail öffentlich dokumentiert. Insbesondere der politische Islam ist eines der Hauptmotive fĂŒr die in Deutschland begangenen Straftaten», behauptete Merz. Die CDU-Pressestelle Ă€ußerte sich auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nach Belegen fĂŒr die im zweiten Satz gemachte Aussage zunĂ€chst nicht.

Nach Zahlen des Bundeskriminalamts lag der Anteil auslĂ€ndischer TatverdĂ€chtigen 2023 bei 34,4 Prozent, wenn man die auslĂ€nderrechtlichen VerstĂ¶ĂŸe nicht berĂŒcksichtigt. Allerdings hat, wie schon im Jahr zuvor, auch der Anteil der AuslĂ€nder an der Bevölkerung zugenommen. Das BKA weist darauf hin, dass man die Zahl der nicht-deutschen TatverdĂ€chtigen nicht einfach ins VerhĂ€ltnis zur Zahl der in Deutschland lebenden AuslĂ€nder setzen könne. Denn in der Kriminalstatistik tauchen als TatverdĂ€chtige auch Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis, Touristen, Durchreisende, Besucher, Grenzpendler sowie StationierungsstreitkrĂ€fte auf, die nicht Teil der Bevölkerung sind. 

Scholz erwartet AufklÀrung

Kanzler Olaf Scholz (SPD) machte im Interview mit dem Nachrichtenportal «t-online» deutlich, dass er eine Aufarbeitung des Handelns der Behörden vor dem Anschlag erwartet. «Offensichtlich gab es ĂŒber die Jahre immer wieder Hinweise auf den Mann. Meine Erwartung ist klar: Jetzt muss sehr genau geprĂŒft werden, ob es VersĂ€umnisse bei den Behörden in Sachsen-Anhalt oder auf Bundesebene gegeben hat. Da darf es keine falsche ZurĂŒckhaltung geben.»

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