NRW, Gesundheit

Streeck will Cannabisgesetz verschÀrfen

02.07.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), drĂ€ngt auf eine Reform des Cannabisgesetzes.

Streeck will Cannabisgesetz verschÀrfen
NRW - "Smoke-in" vor dem Brandenburger Tor (Archiv) 02.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Ich finde, dieses ganze Gesetz muss angepackt werden", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

Man habe eine RealitĂ€t, dass fĂŒnf Millionen Erwachsene in Deutschland regelmĂ€ĂŸig kiffen, erklĂ€rte Streeck. Man mĂŒsse zwar vorsichtig sein, dass man nicht ganze Gruppen zwischen LegalitĂ€t und IllegalitĂ€t hin- und herschiebe. Aber man habe viel zu hohe Besitzmengen.

Man habe es so auch den Dealern leichter gemacht, kritisierte er. Und man habe eigentlich ĂŒberhaupt keine Durchgriffsrechte fĂŒr die Polizei mehr, die sage, dass das Gesetz ihre Arbeit schwerer gemacht habe, so Streeck. "Also wir haben etwas, wo man ranmuss am Gesetz. Aber mir ist schon klar: Eine Abschaffung der Teillegalisierung ist mit dem Koalitionspartner einfach nicht zu machen." Daher mĂŒsse man schauen, wo man nachschĂ€rfen könne.

Zur Frage, ob es eine Möglichkeit sei, Konsumcannabis in der Apotheke zu verkaufen, sagte Streeck, das wÀre eine Möglichkeit im Rahmen von Pilotprojekten. "Aber das ist meine persönliche Meinung, weil hier auch rote Linien innerhalb meiner Fraktion laufen."

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ergĂ€nzte, er habe noch nie VerstĂ€ndnis fĂŒr die Legalisierung von Cannabis gehabt - zumal die Einhaltung der Regeln schwer zu ĂŒberprĂŒfen sei, etwa hinsichtlich der AbstĂ€nde zu verschiedenen Einrichtungen. "Welches Ordnungsamt soll das denn in irgendeiner Weise kontrollieren?", fragte Laumann.

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