Bremer Innensenator kritisiert Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD
09.06.2025 - 11:20:27
"FĂŒr ein solches Verfahren braucht man eine ĂŒberzeugende Aufbereitung. Das vorliegende Gutachten des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz allein wird von vielen meiner IMK-Kollegen als nicht ausreichend eingestuft, um ein Verbotsverfahren einzuleiten", sagte er der "Welt".
"Die zentrale SchwĂ€che des Gutachtens besteht darin, dass es zu den fĂŒr ein Verbotsverfahren zentralen Themen DemokratiegefĂ€hrdung und Rechtsstaatlichkeit vage bleibt. Das Gutachten beschrĂ€nkt sich ĂŒberwiegend auf das Thema MenschenwĂŒrde. Ich hielte es fĂŒr viel zu riskant und zu dĂŒnn, ausschlieĂlich mit einer solchen Argumentation in Karlsruhe anzutreten", sagte MĂ€urer, der in der Vergangenheit bereits an zwei erfolglosen Verbotsverfahren beteiligt war.
"Wenn man ein solches Verfahren betreiben will, muss man es sehr, sehr sorgfÀltig machen." MÀurer ist seit 2008 Innensenator in Bremen. In diesem Jahr leitet er die Innenministerkonferenz, die vom 11. bis 13. Juni in Bremerhaven stattfindet. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Umgang mit der AfD und ein mögliches Verbot sowie die Auswirkungen der Einstufung als gesichert extremistische Bestrebung, insbesondere auf BeschÀftigte im öffentlichen Dienst.


