Energiebranche fordert Bundeszuschuss fĂŒr Hafenausbau in Cuxhaven
23.01.2024 - 17:50:22 | dpa.deOhne die Erweiterung der HafenkapazitĂ€ten drohe der Ausbau der Windkraft in Deutschland ins Stocken zu geraten, sagte Wolfram Axthelm, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbands Windenergie, am Dienstag in Berlin. Ăber Cuxhaven kĂ€men 80 Prozent der benötigten RotorblĂ€tter fĂŒr WindrĂ€der an.
Die verfĂŒgbaren HafenkapazitĂ€ten seien bereits ausgelastet, so der Verband. HĂ€fen seien der "Engpass" fĂŒr den Ausbau der Windkraft an Land sowie auf See - dieser spielt eine SchlĂŒsselrolle in der Strategie der Bundesregierung, um Klimaziele zu erreichen. Es seien zusĂ€tzliche HafenkapazitĂ€ten notwendig. Bis 2027 fehlten mindestens 50 Hektar. Als einziger deutscher Hafen verfĂŒge Cuxhaven ĂŒber eine bestehende Ausbaugenehmigung - dabei geht es um zusĂ€tzliche FlĂ€chen von 38 Hektar.
FĂŒr die Baukosten gebe es aber eine FinanzierungslĂŒcke, wie auch Michael de Reese, Vorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven, erlĂ€uterte. Notwendig seien 300 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen sowie die Privatwirtschaft hĂ€tten jeweils 100 Millionen Euro zugesagt - es fehlten 100 Millionen. Der Bund verweigere bisher unter Verweis auf die angespannte Haushaltslage einen Zuschuss in dieser Höhe. Der Bund mĂŒsse nun Farbe bekennen, sagte Axthelm.
FĂŒr die Erweiterung der HafenkapazitĂ€ten in Cuxhaven gebe es einen gĂŒltigen Planfeststellungsbeschluss, dieser verliere aber seine Rechtskraft bis Februar 2025. Bis Ende Mai mĂŒsse die Finanzierung stehen, weil danach noch Ausschreibungen notwendig seien, so die VerbĂ€nde. Ein neuer Planfeststellungsbeschluss wĂŒrde mehrere Jahre Verzögerung bedeuten, sagte de Reese.
Der Ausbau der Windkraft an Land war im vergangenen Jahr deutlich vorangekommen, auch wenn der Ausbau laut BranchenverbÀnden politischen Zielen weiter hinterherhinkt. Stark gestiegen ist die Zahl der genehmigten, aber noch nicht gebauten Anlagen.
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