RCDS, UniversitÀten

RCDS kritisiert UniversitĂ€ten fĂŒr Umgang mit PalĂ€stina-Aktivisten

02.07.2024 - 20:10:40

Der Bundesvorsitzende des CDU-nahen Rings-Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), Lukas Honemann, hat den Umgang der Rektorin der UniversitÀt Heidelberg mit propalÀstinensischen Aktivisten scharf kritisiert.

"Die PrĂ€sidentin hat ja nicht nur die Leute gewĂ€hren lassen, nein, sie hat sie auch noch aktiv dazu aufgefordert, in den Dialog zu treten", sagte Honemann dem TV-Sender "Welt" am Dienstag. "Sie hat die Polizei abgehalten, die illegale Demonstration zu entfernen. Das heißt, man lĂ€sst sie nicht nur gewĂ€hren, sondern man unterstĂŒtzt sie", so Honemann.

Damit sei ein "ganz neues Level von Antisemitismus" erreicht. "Wo kommen wir da langsam hin? Wir hatten erst PrĂ€sidentinnen, die nicht gerĂ€umt haben, wie in Berlin. Jetzt haben wir PrĂ€sidentinnen, die propalĂ€stinensisch unterwegs sind, die aktiv Judenhassern in dem Fall eine BĂŒhne gewĂ€hren." Bei der besagten Feier soll laut RCDS die Aktivistengruppe "Students for Palestine Heidelberg" Parolen wie "There is only one solution" skandiert und ein Banner mit der Aufschrift "United against genocide" gehisst haben, auf dem die gesamte LandflĂ€che Israels mit der palĂ€stinensischen Flagge ĂŒbermalt gewesen sei. Die Rektorin habe nicht interveniert, sondern das GesprĂ€ch mit den Demonstranten gesucht. Als Studierende die Polizei riefen, habe die UniversitĂ€tsleitung ein Einschreiten der Beamten abgelehnt. Der Sicherheitsdienst der UniversitĂ€t habe auch das Abnehmen des antisemitischen Banners verhindert, so der Vorwurf. RCDS-Chef Honemann sieht nach die Bundespolitik in der Verantwortung. "Ich frage mich, um es jetzt noch mal auf eine andere Ebene zu heben: Wann passiert endlich was von politischer Seite dazu? Warum schweigt Frau Stark-Watzinger dazu?", so Honemann. "Warum kommen da keine konkreten VorschlĂ€ge? Und warum hĂ€ngt aktuell der Antisemitismusantrag, der eigentlich fraktionsĂŒbergreifend gestellt werden sollte, bei den GrĂŒnen? Warum können sich die Ampelkoalition nicht darauf einigen, endlich da aktiv zu werden?" Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) solle nicht "Leute nach politischem GutdĂŒnken entfernen" indem man ihnen die Fördermittel streicht, so Honemann, sondern "stattdessen etwas dafĂŒr tun, dass die UniversitĂ€ten endlich handlungsfĂ€hig werden, indem man ihnen beispielsweise die Befugnisse einrĂ€umt, auch Demonstrationen auf Uni-VorplĂ€tzen zu rĂ€umen, die nicht direkt zum UnigelĂ€nde gehören". Außerdem brauche es besser ausgestattete "Förderprogramme, die beispielsweise Forschungszusammenarbeit mit Israel unterstĂŒtzen, die dafĂŒr sorgen, dass Lehrende sensibilisiert werden", sagte der RCDS-Vorsitzende weiter. "Frau Stark-Watzinger agiert hier vollkommen kopflos, hat auch ihr eigenes Haus nicht unter Kontrolle - und ich glaube, das muss die Ampel-Koalition sich auch einfach mal so sagen lassen."

@ dts-nachrichtenagentur.de