Reddig sieht Rentenreform als Trendwende
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 11:20 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deHeftige Widerstände haben die Vorschläge der Kommission zur geplanten Integration von Minijobs in die reguläre Sozialversicherung ausgelöst. Gastronomie und Handel protestieren besonders massiv. Reddig hält dagegen: "Es geht nicht darum, diese Beschäftigungsmöglichkeiten abzuschaffen, sondern darum, sie in die regulären Systeme einzubeziehen." Das soll insbesondere Selbstständige und Minijobber besser im Alter absichern. Im Gesetzgebungsverfahren müsse man aber "eine praxistaugliche Lösung formulieren".
Als wichtige neue Säule befürwortet Reddig die sogenannte "Schwedenrente", eine kapitalgedeckte Lösung innerhalb der Rentenversicherung. Sie sei einfacher umzusetzen als eine verpflichtende Betriebsrente und könne mittelfristig das Rentenniveau deutlich erhöhen.
Reddig sagte, dass die Reform ein "ausgewogener Kompromiss" sei. Union und SPD hätten Positionen räumen müssen. "Hinter unserer Idee kann sich eine breite Mitte der Bevölkerung versammeln." Besonders warnt er vor dem Herausnehmen einzelner Elemente: Die Maßnahmen hätten diverse Wechselwirkungen; wer einen Baustein herausnehme, gefährde "die Statik und Balance der Gesamtkonstruktion".
