Linnemann, Langzeitarbeitslose

Linnemann: 1.000-Euro-PrĂ€mie fĂŒr Langzeitarbeitslose absurd

03.10.2024 - 00:00:00

Der CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann hat die neue 1.000-Euro-PrĂ€mie fĂŒr Langzeitarbeitslose, die fĂŒr mindestens zwölf Monate einer Arbeit nachgehen, scharf kritisiert.

"Eine solche PrĂ€mie ist doch absurd. Abgesehen vom Missbrauchspotenzial ist der Ansatz grundlegend falsch", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). "Denn wer arbeiten kann, muss auch arbeiten - ansonsten gibt es keine Sozialleistung. Diese SelbstverstĂ€ndlichkeit muss auch fĂŒr BĂŒrgergeldempfĂ€nger gelten, die schon lĂ€nger arbeitslos sind", forderte Linnemann. Der CDU-Politiker warnte angesichts der neuen PrĂ€mie vor Ungerechtigkeiten fĂŒr BeschĂ€ftigte.

"Alles andere wĂ€re unfair jenen gegenĂŒber, die mit ihrer Arbeit diese Leistungen finanzieren mĂŒssen", fĂŒgte der Bundestagsabgeordnete hinzu. "FĂŒr Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen braucht es gute Betreuungskonzepte, aber kein zusĂ€tzliches Geld bar auf die Hand." Am Mittwoch hat das Kabinett diverse Änderungen im BĂŒrgergeld beschlossen. KĂŒnftig sollen Langzeitarbeitslose die sogenannte Anschubfinanzierung erhalten, wenn sie fĂŒr mindestens ein Jahr einer sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigung nachgehen und damit nicht mehr auf das BĂŒrgergeld angewiesen sind.

@ dts-nachrichtenagentur.de