Trump macht Druck auf Notenbankchef Powell
17.04.2025 - 15:19:23 | dpa.deIn der Debatte ĂŒber seine aggressive Zollpolitik hat US-PrĂ€sident Donald Trump erneut scharfe Kritik an US-Notenbankchef Jerome Powell geĂŒbt â und dessen Absetzung gefordert. «Powells KĂŒndigung kann nicht schnell genug kommen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zugleich forderte er, wie schon hĂ€ufig zuvor, eine Zinssenkung.
Der US-PrĂ€sident könne den Notenbankchef nicht einfach entlassen, hatte Powell bereits im vergangenen November deutlich gemacht â kurz nachdem Trump die Wahl gewonnen hatte, aber noch vor dessen Amtsantritt. Auf die Frage eines Journalisten, ob der PrĂ€sident seiner Ansicht nach die Befugnis habe, ihn zu entlassen oder herabzustufen, antwortete Powell knapp: «Das ist gesetzlich nicht zulĂ€ssig.»
Fed-Chef warnt vor steigender Inflation
Powell hat angesichts Trumps aggressiver Zollpolitik vor höherer Inflation und langsamerem Wirtschaftswachstum gewarnt. Die Zölle wĂŒrden höchstwahrscheinlich zu einem zumindest vorĂŒbergehenden Anstieg der Inflation fĂŒhren. Die inflationstreibenden Effekte könnten aber auch hartnĂ€ckiger sein, sagte Powell zuletzt bei einem Auftritt in Chicago. Es herrsche jedoch groĂe Unsicherheit, weshalb genaue Prognosen schwierig seien.
Die nĂ€chste Leitzinsentscheidung der Federal Reserve steht im Mai an. Trump fordert von Powell immer wieder, die hohen Zinsen zu senken. Allgemein wird aber erwartet, dass die Notenbank den Leitzins bei ihrer nĂ€chsten Sitzung nicht antasten wird. Trump sorgt mit zahlreichen ZollankĂŒndigungen, -rĂŒcknahmen und einer insgesamt erratischen Handelspolitik fĂŒr groĂe Unsicherheit. An den FinanzmĂ€rkten hatte dies zeitweise heftige Marktturbulenzen zur Folge.
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