Nahrungsmittel, Tiere

Bauernverband hĂ€lt Bio-Fleisch fĂŒr klimaschĂ€dlicher

04.08.2023 - 00:05:38 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Deutsche Bauernverband hĂ€lt Bio-Fleisch fĂŒr klimaschĂ€dlicher als Fleisch aus konventioneller Herstellung.

Wurst - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wurst - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Die Unterschiede "liegen vor allem bei der benötigten FutterflĂ€che", sagte der GeneralsekretĂ€r des Verbandes, Bernhard KrĂŒsken, der "Bild" (Freitagsausgabe). "Da das Futter als grĂ¶ĂŸter Kostenfaktor fĂŒr die Bio-Tiere aus der Öko-Erzeugung kommen muss, braucht man wesentlich mehr FlĂ€che. Bezieht man den Aufwand auf die erzeugte Produktmenge, dann ist der Energie- und Rohstoffeinsatz höher als bei klassisch erzeugtem Fleisch."

KrĂŒsken ergĂ€nzte: "Wenn man den ?Fußabdruck? nur ĂŒber den FlĂ€cheneinsatz je Erzeugungsmenge definiert, dann schneidet Bio-Fleisch schlechter ab." Unter Einbeziehung weiterer Aspekte wie Umwelteffekten und BetriebsmittelintensitĂ€t ergebe sich jedoch ein ausgewogeneres Bild. Zustimmend Ă€ußerte sich Matin Qaim, Professor fĂŒr Agrarökonomie und Direktor des Zentrums fĂŒr Entwicklungsforschung (ZEF) der UniversitĂ€t Bonn: "Oft hat ein Kilo Bio-Fleisch aber tatsĂ€chlich einen grĂ¶ĂŸeren Klima-Fußabdruck als konventionelles Fleisch. Zum einen wird bei Bio mehr LandflĂ€che benötigt, und die Nutzung und Umwandlung von Naturland zur Produktion ist eine der grĂ¶ĂŸten Quellen von Klimagasen aus der Landwirtschaft, zum anderen werden durch die lĂ€ngere Weidehaltung und die grĂ¶ĂŸeren Mengen an Raufutter in der Bio-Haltung bei WiederkĂ€uern auch grĂ¶ĂŸere Mengen an Methan im Verdauungstrakt gebildet und ausgestoßen." Auch Sven König vom Institut fĂŒr TierzĂŒchtung der Uni Gießen hĂ€lt die ökologische Produktion fĂŒr generell "weniger effizient verglichen mit einer konventionellen Produktionsweise". In der konventionellen Haltung werde eine höhere Leistung je Einzeltier realisiert, "sodass der unerwĂŒnschte Nebeneffekt je Kilogramm erzeugtes Produkt geringer ist und Input wie Energie und Eiweiß zu einem höheren Anteil in das Produkt eingeht".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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