Feuerwehren, Vorsorge

Feuerwehren drĂ€ngen auf bessere Vorsorge fĂŒr KatastrophenfĂ€lle

03.01.2024 - 02:00:00

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat eine bessere AusrĂŒstung fĂŒr Hochwasser-EinsĂ€tze und eine bessere bundesweite Steuerung beim Katastrophenschutz gefordert.

"Nach den frĂŒheren Flutkatastrophen, zuletzt im Ahrtal und Rhein-Erft-Kreis gab es Verbesserungen im Katastrophenschutz, aber sie reichen noch nicht aus", sagte DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Wir brauchen vor allem mehr mobile Sicherungsanlagen, um bei Hochwasser grĂ¶ĂŸere Strecken effizienter absichern zu können. Denn die Arbeit mit SandsĂ€cken ist sehr mĂŒhsam und dauert lĂ€nger", so der FeuerwehrprĂ€sident.

Zudem sei es beim Katastrophenschutz nicht zielfĂŒhrend, wenn jede Kommune und jedes Land mache, was sie fĂŒr ihren Bereich fĂŒr richtig halten. "Wir brauchen mehr bundesweite Steuerung und eine geregelte Kostenaufteilung zwischen Bund und LĂ€ndern. Dass das Geld an vielen Stellen fehlt, darf nicht dazu fĂŒhren, dass der Katastrophenschutz vernachlĂ€ssigt wird", so Banse. Es mĂŒsse kontinuierlich und strukturiert an Verbesserungen gearbeitet werden. "Wir können uns auch keine Katastrophendemenz mehr leisten", sagte der DFV-PrĂ€sident. Die Feuerwehren stellen nach seinen Angaben mit mehr als einer Million EinsatzkrĂ€ften mehr Personal bereit als alle anderen Hilfsorganisationen und die Bundeswehr zusammen. "Das Knowhow der Feuerwehren muss bei den Reformen im Katastrophenschutz stĂ€rker einbezogen werden", forderte Banse.

@ dts-nachrichtenagentur.de