DGB, Erhöhung

DGB kritisiert ausbleibende Erhöhung der Bafög-SÀtze

06.03.2024 - 07:34:17

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lÀsst im Streit um die geplante Bafög-Reform nicht locker. Die Ampel-Koalition will zwar Verbesserungen wie eine Studienstarthilfe, aber keine höheren SÀtze.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat seine Kritik an den Ampel-PlÀnen zur Reform des Bafögs bekrÀftigt und erneut gefordert, gleichzeitig auch die Bafög-SÀtze anzuheben.

«Es ist vollkommen inakzeptabel, dass nach wie vor keine Anhebung der BedarfssĂ€tze vorgesehen ist», sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Diese mĂŒssten auf das Existenzminimum angehoben und um anfallende Ausbildungskosten sowie höhere WohnkostenzuschĂŒsse ergĂ€nzt werden.

Gewerkschaften und Studierendenvertreter fordern angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten schon lange eine Erhöhung. Die Reform aus dem Haus von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), die heute im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden soll, sieht das nicht vor.

«Inflationsausgleich im Bafög nötig»

«FĂŒr eine echte Strukturreform wĂ€re außerdem ein automatischer Inflationsausgleich im Bafög nötig, um so die VerlĂ€sslichkeit der staatlichen Studienfinanzierung abzusichern», fĂŒgte Hannack hinzu. Sie begrĂŒĂŸte andere Teile der Reform. So sieht der Gesetzentwurf ab Herbst eine sogenannte Studienstarthilfe vor, mit der StudienanfĂ€nger aus Ă€rmeren Familien mit 1000 Euro unterstĂŒtzt werden sollen. Zudem soll die Zahldauer des Bafögs um ein Semester verlĂ€ngert werden können.

Mit Blick auf die Bafög-SĂ€tze, die zuletzt zum Wintersemester 2022/2023 angehoben wurden, Ă€ußerte die DGB-Vizechefin die Erwartung, dass der Bundestag bei den Gesetzesberatungen nach dem Kabinettsbeschluss nachsteuert. Vertreter von SPD und GrĂŒnen hatten sich Ă€hnlich geĂ€ußert.

@ dpa.de