JĂ€gerverband, GĂ€ngelung

JĂ€gerverband kritisiert GĂ€ngelung durch Sicherheitspaket

30.08.2024 - 16:31:40

Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert die geplanten VerschĂ€rfungen des Waffenrechts und fordert stattdessen Waffenverbote ausschließlich fĂŒr Asylbewerber.

"Das sogenannte Sicherheitspaket der Bundesregierung als Antwort auf den Terroranschlag in Solingen ist reine Schaufensterpolitik", sagte DJV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Olaf Niestroj dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). "Zum wiederholten Mal soll reflexartig das Waffenrecht verschĂ€rft werden, dabei wurde im konkreten Fall ein Messer illegal gefĂŒhrt, auf einem Volksfest, wo per se Waffen verboten sind." Der Entwurf sei geprĂ€gt von tiefem Misstrauen gegenĂŒber legalen Waffenbesitzern, insbesondere JĂ€gern.

Niestroj bemĂ€ngelte, dass fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeitsprĂŒfung legaler Waffenbesitzer Abfragemöglichkeiten deutlich erweitert werden sollen. "Waffenbehörden werden hier zusĂ€tzlich belastet und die Jagdbehörden geschwĂ€cht", so der DJV-GeschĂ€ftsfĂŒhrer. "Das geschieht ohne erkennbaren Zusammenhang mit den konkreten FĂ€llen von islamistischem Terrorismus." Die Bundesregierung bleibe zudem die Antwort schuldig, wie "die bereits jetzt chronisch unterbesetzten Behörden die Umsetzung der Maßnahmen des Sicherheitspakets kontrollieren sollen". Der DJV fordere daher individuelle Lösungen mit direktem Bezug zu den aktuellen FĂ€llen von Terrorismus "statt pauschaler GĂ€ngelung legaler Waffenbesitzer", so Niestroj. "Die Taten der letzten Wochen haben gezeigt, dass immer wieder Asylbewerber an entsprechenden Angriffen beteiligt sind. Wir fordern daher ein vollumfĂ€ngliches Waffenverbot fĂŒr Asylsuchende." Dazu mĂŒssen nach Vorstellungen des DJV auch AsylunterkĂŒnfte zu Waffenverbotszonen erklĂ€rt werden "und im Handel darf kein Messer mit einer KlingenlĂ€nge von mehr als vier Zentimetern an Asylsuchende abgegeben werden", sagte Niestroj.

@ dts-nachrichtenagentur.de