Mehr HĂ€user brauchen Elementarschadenversicherung
21.06.2024 - 14:45:01"Extremwetterereignisse nehmen zu und kommen in immer schnellerem Takt", teilte der Verband am Freitag mit. Dass sich Bund und LĂ€nder am Donnerstagabend nicht auf eine Linie einigen konnten, sei keine gute Nachricht.
Die LĂ€nder hatten fĂŒr Hausbesitzer eine Versicherungspflicht gegen ElementarschĂ€den verlangt. Der Bund will nach Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dagegen lediglich Versicherer verpflichten, solche WohngebĂ€udeversicherungen mit Elementarschaden-Komponente anzubieten.
Die Angebotspflicht sei eine gute Option, sagte der StĂ€dtetagsprĂ€sident, MĂŒnsters OberbĂŒrgermeister Markus Lewe. "Dann mĂŒssten Kunden aktiv wĂ€hlen, wenn sie keine Elementarschadenversicherung wollen." Lewe fĂŒgte hinzu: "Gar keine Lösung ist aber die schlechteste Lösung, die GesprĂ€che dazu mĂŒssen jetzt weitergehen."
Auch die Versicherer bevorzugen die Angebotspflicht als Kompromiss. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Ă€uĂerte Bedauern darĂŒber, dass es am Donnerstag keine Einigung gab. Es bleibe aber auch wichtig, bei Vorsorge und Klimafolgenanpassung voranzukommen, hob der Verband hervor.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (GrĂŒne) sagte, die Starkregenereignisse der letzten Wochen zeigten, wie wichtig es sei, besser vorzusorgen angesichts der Risiken der Klimakrise. "Der Schutz vor Elementarrisiken muss in Risikogebieten zum Standard werden."

