SchĂ€uble fĂŒr engere europĂ€ische Verteidigungszusammenarbeit
23.12.2023 - 07:00:00Polen habe die mit Abstand stĂ€rkste konventionelle Armee, so SchĂ€uble. Paris verfĂŒge ĂŒber die nukleare Komponente, und Berlin solle die Bundeswehr ebenfalls ertĂŒchtigen und zugleich als immer noch wirtschafts- und finanzstĂ€rkste Nation Europas einen ĂŒberproportionalen finanziellen Anteil an der Force de frappe ĂŒbernehmen, damit Frankreich seinen nuklearen Schirm ĂŒber Europa spanne. "NatĂŒrlich wĂ€re mir am liebsten, es gĂ€be irgendeine Form der europĂ€ischen VerfĂŒgungsgewalt", sagte der ehemalige Bundesminister. "Doch das ist zum jetzigen Zeitpunkt utopisch. HĂ€tten Adenauer und Schuman neben ihren unbestreitbaren Verdiensten um die europĂ€ische Einigung auch noch die EVG zustande gebracht, hĂ€tten wir heute wohl einen institutionellen Rahmen. Deshalb stelle ich mir zunĂ€chst vor, dass die EuropĂ€er im Allgemeinen, die Deutschen im Besonderen die französische nukleare Abschreckungskraft kĂŒnftig finanziell so ausstatten, dass Paris dieses Abschreckungspotential glaubhaft fĂŒr Europa nutzen kann." Die letzte Entscheidungsgewalt ĂŒber den Einsatz von Atomwaffen wĂŒrde bei aller europĂ€ischen Dimension und folglich auch einer gewissen Mitsprache in Paris liegen, so SchĂ€uble.


