Ex-CSU-Chef Huber: Aiwangers Methoden Àhneln dem Trumpismus
05.09.2023 - 14:22:44Nach Ansicht von Ex-CSU-Chef Erwin Huber Ă€hnelt das Verhalten von Vize-MinisterprĂ€sident Hubert Aiwanger im Zuge der Flugblatt-AffĂ€re den Methoden des ehemaligen US-PrĂ€sidenten Donald Trump. «Man kann Aiwanger natĂŒrlich nicht mit Trump gleichstellen. So groĂ ist der Aiwanger ja nicht. Aber die Methoden Ă€hneln sich», sagt der 77-JĂ€hrige im Deutschlandfunk. «Man nimmt gar nicht zur Kenntnis, dass es VorwĂŒrfe gibt. Man leugnet das einfach. Man droht mit Klage. Zweitens: Man macht sich zum Opfer. Das hat schon Ăhnlichkeiten mit dem Trumpismus. Ich hoffe, dass das nicht Schule macht in der deutschen Politik.»
Aiwangers Antworten auf die 25 Fragen von MinisterprĂ€sident Markus Söder seien kein Beispiel fĂŒr Transparenz, sagt Huber. «Die Aussage, ich kann mich nicht erinnern, die spricht ja fĂŒr sich. Das heiĂt also, Hubert Aiwanger hat eigentlich gar keinen AufklĂ€rungswillen.»
Dennoch sei Söders Entscheidung, seinen Vize im Amt zu lassen, richtig gewesen, betont Huber. «Vier Wochen vor der Landtagswahl eine Regierungskrise heraufzubeschwören, das ist natĂŒrlich sinnlos. Das heiĂt, Markus Söder hat aus Verantwortungsethik gehandelt. Er denkt an die Folgen des Handelns.» Bayerns Wirtschaftslage und Energieversorgung seien die wichtigsten Probleme im Freistaat. Da «noch eine politische Krise drĂŒber zu stĂŒlpen, wĂ€re der falsche Weg», sagte Huber. «Er hatte leider da keine andere Wahl.» Von Aiwanger erwarte er nun «mehr Offenheit, mehr Klarheit und auch eine echte Entschuldigung».





