Produktion/Absatz, Wettbewerb

Facebook-Konzern Meta weicht Hassrede-Regeln in den USA auf

08.01.2025 - 17:42:36

Der Facebook-Konzern Meta US30303M1027 hat bei der Aufweichung seiner Hassrede-Regeln in den USA das ausdrĂŒckliche Verbot gestrichen, Frauen als Eigentum oder Haushaltsinventar zu bezeichnen.

Meta verweist zugleich allgemein darauf, dass "entmenschlichende" Äußerungen gelöscht wĂŒrden. Neu eingefĂŒgt wurde in die Hassrede-Richtlinie, dass es in Ordnung sei, zu BeschrĂ€nkungen beim MilitĂ€r, Polizei oder Lehrer-Jobs nach Geschlecht oder sexueller Orientierung aufzurufen.

Erlaubt ist kĂŒnftig auch, im Zusammenhang mit HomosexualitĂ€t und TranssexualitĂ€t von "Geisteskrankheit oder Anomalie" zu sprechen. Dagegen weiterhin verboten auf Metas Plattformen bleibt unter anderem die Holocaust-Leugnung.

Zu Meta gehören neben Facebook unter anderem auch die Foto- und Video-App Instagram sowie WhatsApp und der Kurznachrichtendienst Threads. Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte erklĂ€rt, man habe in den vergangenen Jahren zu viele EinschrĂ€nkungen gehabt, was zu Zensur gefĂŒhrt habe. ZunĂ€chst in den USA soll auch die Zusammenarbeit mit Faktencheckern beendet werden.

Zuckerberg hofft auf Druck durch Trump auf die EU

In der EU sind Meta unterdessen in vieler Hinsicht die HĂ€nde gebunden. Denn das Gesetz DSA (Digital Services Act) verpflichtet Online-Plattformen zum Vorgehen gegen Hassrede und Falschinformationen. Zuckerberg nennt das "institutionalisierte Zensur" und hofft, dass der kĂŒnftige US-PrĂ€sident Donald Trump deswegen auf die EuropĂ€er Druck machen wird.

@ dpa.de | US30303M1027 PRODUKTION/ABSATZ