GEW: 20.000 LehrkrÀfte und Erzieher bei Warnstreik
28.11.2023 - 15:11:27Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts der LĂ€nder haben deutschlandweit fast 20.000 Mitarbeitende der Bildungseinrichtungen am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mittags mit. Allein in Leipzig waren laut GEW rund 7000 BeschĂ€ftigte aus Schulen, Kitas und Hochschulen ebenso wie Sozialarbeiter in Jugend-, Gesundheits- und SozialĂ€mtern am Warnstreik beteiligt. In Berlin waren es demnach 6000 Streikende und auch in anderen StĂ€dten legten Tausende ihre Arbeit nieder. UnterstĂŒtzt wurde der Warnstreik mit Protestaktionen und Kundgebungen in Berlin, Hamburg, Leipzig und Karlsruhe.
«Wenn die Arbeitgeber jetzt nicht wach werden und die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst anstÀndig und fair bezahlen, dann verschÀrft sich der FachkrÀftemangel weiter», sagte GEW-Vorstand Doreen Siebernik in Leipzig. Die Arbeit der Angestellten von Bildungseinrichtungen sei unverzichtbar. «Zugleich leiden sie unter dem enormen FachkrÀftemangel. Auch die Inflation ist nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen», sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern.
Der FachkrĂ€ftemangel macht sich laut dem «LĂ€ndermonitoring FrĂŒhkindliche Bildungssysteme» der Bertelsmann Stiftung besonders in den KindertagesstĂ€tten bemerkbar. Demnach fehlen trotz Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz bundesweit rund 430.000 Kita-PlĂ€tze.
Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Gehalt fĂŒr die bundesweit rund 1,1 Millionen Angestellten des öffentlichen Diensts der LĂ€nder, mindestens aber 500 Euro im Monat mehr. Zudem soll es nach dem Willen der Gewerkschaften einen Tarifvertrag fĂŒr alle studentischen BeschĂ€ftigten geben. Die Tariflaufzeit soll zwölf Monate betragen. Die Tarifgemeinschaft deutscher LĂ€nder (TdL) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde Anfang November kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 7. und 8. Dezember in Potsdam statt.


