Fleischverzehr, Deutschland

Özdemir zum sinkenden Fleischverzehr: 'Weniger, dafĂŒr bewusster'

04.04.2024 - 13:30:27

Der Fleischverzehr in Deutschland nimmt nach Angaben des ErnÀhrungsministeriums weiter ab.

"Die Deutschen achten bei ihrer ErnĂ€hrung stĂ€rker auf ihre Gesundheit, die Auswirkungen auf die Umwelt oder das Wohl von Tieren", sagte Bundesminister fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft, Cem Özdemir (GrĂŒne), am Donnerstag einer Mitteilung zufolge. "Viele essen heute weniger, dafĂŒr bewusster Fleisch - und alle Zahlen sprechen dafĂŒr, dass der Trend anhĂ€lt."

VorlĂ€ufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) zufolge schrumpfte der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 430 Gramm auf 51,6 Kilogramm. Damit erreiche er den niedrigsten Wert seit Erfassungsbeginn. Demnach sank der Verzehr von Rindfleisch um fast 5 Prozent auf 8,9 Kilogramm pro Person am stĂ€rksten. Auch ging die verzehrte Menge beim Schweinefleisch den Angaben nach um fast 600 Gramm auf 27,5 Kilogramm pro Person zurĂŒck. Dagegen sei der GeflĂŒgelkonsum gestiegen: um rund 900 Gramm auf 13,1 Kilogramm pro Person.

An dieser RealitĂ€t solle sich die Landwirtschaft gemeinsam mit Handel und Politik orientieren, um die Tierhaltung in Deutschland zukunftsfest weiterzuentwickeln, forderte Özdemir. "Umfragen ergeben regelmĂ€ĂŸig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich höhere Standards in der Tierhaltung wĂŒnschen und auch bereit wĂ€ren, dafĂŒr mehr Geld zu bezahlen." Es gehe darum, weniger Tiere besser zu halten, so der GrĂŒnen-Politiker. Zudem böten pflanzliche Alternativen wie etwa Hafermilch oder vegetarische Burger ein wachsendes Marktpotenzial fĂŒr die heimische Land- und ErnĂ€hrungswirtschaft.

@ dpa.de