Steuern, Gesellschaft

Ökonom rĂ€t zu Zwei-Prozent-Steuer auf hohe Millionen-Vermögen

15.04.2026 - 18:01:15 | dts-nachrichtenagentur.de

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman hat eine jĂ€hrliche Mindeststeuer von zwei Prozent auf Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Euro gefordert.In Deutschland zahlten Superreiche niedrigere effektive SteuersĂ€tze als durchschnittliche Arbeitnehmer, schreibt er in einem Gastbeitrag fĂŒr den "Spiegel".

Daiichi Sankyo hÀlt an Milliardeninvestition in Bayern fest
Steuern - Euroscheine (Archiv) 15.04.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Das Ungleichgewicht lÀsst sich immer weniger ignorieren", so Zucman. Das Gesetz selbst erlaube es den Reichen, ihr Vermögen so zu strukturieren, dass nur wenig steuerpflichtiges Einkommen entstehe.

Der Krieg in Iran treibe die Energiepreise in die Höhe und treffe private Haushalte und Unternehmen gleichermaßen stark, schreibt er. Doch eine entscheidende Frage bleibe weitgehend ausgeklammert, so Zucman. "Welchen Beitrag sollten diejenigen leisten, die ganz oben stehen, die MillionĂ€re und MilliardĂ€re im Land?"

Gabriel Zucman lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Paris School of Economics, der École Normale SupĂ©rieure - PSL und hat eine Sommerprofessur an der University of California, Berkeley. Er ist GrĂŒndungsdirektor des International Tax Observatory.

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