Antisemitismus, LĂ€nder

Antisemitismus: LĂ€nder sehen hohe HĂŒrden fĂŒr Exmatrikulation

15.03.2024 - 13:00:00

Der geplante Rauswurf straffÀllig gewordener Studierender aus der UniversitÀt erweist sich als schwierig.

Das berichtet der "Spiegel". Der Berliner Senat hat nach einem Angriff auf einen jĂŒdischen Studenten eine entsprechende GesetzesĂ€nderung auf den Weg gebracht. Der Mann, ein Student der Freien UniversitĂ€t Berlin, wurde bei der Attacke Anfang Februar schwer verletzt.

Danach waren Forderungen nach der Exmatrikulation des mutmaßlichen TĂ€ters laut geworden. Die meisten anderen BundeslĂ€nder haben in schwerwiegenden FĂ€llen den Uni-Rausschmiss bereits in ihren Hochschulgesetzen verankert. Laut einer "Spiegel"-Umfrage in den BundeslĂ€ndern gab es solche FĂ€lle in den vergangenen Jahren jedoch kaum. Die Ministerien berichten von weniger als zehn Zwangsexmatrikulationen in den vergangenen Jahren. Ein antisemitischer Hintergrund sei nirgends bekannt. "Die grundgesetzliche garantierte Berufsfreiheit - auch eines TĂ€ters - ist ein sehr hohes Gut", heißt es dazu im hessischen Wissenschaftsministerium. Im Kern gehe es demnach darum, die Berufsfreiheit aller zu gewĂ€hrleisten. Eine Exmatrikulation sei keine Strafe, "sondern eher ein Schutzmechanismus, um den Frieden auf dem Campus zu bewahren".

@ dts-nachrichtenagentur.de