StÀdtetag kritisiert Stopp ziviler Nutzung von BundeswehrflÀchen
29.10.2025 - 08:53:23 | dts-nachrichtenagentur.de
Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen StĂ€dtetages, Christian Schuchardt, hat mit scharfer Kritik auf die AnkĂŒndigung des Verteidigungsministeriums reagiert, die Umwandlung von Bundeswehr-Liegenschaften in zivile Nutzungen zu stoppen.
Privater Sicherheitsdienst an einer Kaserne (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der jetzt vom Bund ausgesprochene Umwandlungsstopp von ehemaligen Bundeswehrstandorten ist fĂŒr die betroffenen Kommunen eine riesige Herausforderung", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgabe). "Beispielsweise sollten einige FlĂ€chen fĂŒr dringend benötigte neue Wohnungen oder Studentenwohnheime genutzt werden und sich zu neuen modernen Stadtquartieren entwickeln. Diese Planungen liegen jetzt erst einmal auf Eis. Das ist ziemlich bitter gerade dort, wo die Menschen fest mit neuen Wohnungen gerechnet und sich darauf gefreut haben."
Gewiss könnten die StÀdte nachvollziehen, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Sicherheitslage verÀndert habe, fuhr Schuchardt fort.
"Wichtig ist aber eine transparente Kommunikation ĂŒber konkrete Perspektiven fĂŒr Bundeswehr-Liegenschaften. Da ist noch viel Luft nach oben. Die Standortkommunen mĂŒssen zeitnah informiert werden, was die ĂberprĂŒfungen ergeben haben und wie Entscheidungen ausfallen." Alternativ solle darĂŒber nachgedacht werden, neue Kasernen an Standorten in der NĂ€he zu entwickeln oder Teilfreigaben in Betracht zu ziehen, "damit nicht alle FlĂ€chen vollstĂ€ndig blockiert werden".
Das Ministerium hatte mitgeteilt, dass von dem Konversionsstopp 187 ehemalige militĂ€rische Liegenschaften betroffen seien, die sich im Eigentum der Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BImA) befĂ€nden und grundsĂ€tzlich fĂŒr eine Nutzung durch die Bundeswehr geeignet erschienen. Betroffen seien zudem 13 Liegenschaften, die die Bundeswehr noch betreibe und die anders als vorgesehen nicht aus der Nutzung genommen wĂŒrden.
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