SozialverbÀnde, Anschlusslösung

SozialverbĂ€nde fordern Anschlusslösung fĂŒr Energiepreisbremsen

28.11.2023 - 01:30:17

Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des ParitĂ€tischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, fordert eine schnelle Anschlusslösung fĂŒr die bisherigen Energiepreisbremsen.

"Der Wegfall der Preisbremsen wĂŒrde zum jetzigen Zeitpunkt zu einer schlagartigen Erhöhung der Kosten fĂŒr Strom und Gas fĂŒhren", sagte Schneider den Funke-Zeitungen (Dienstagausgaben). "Gemessen an den Durchschnittskosten der Haushalte fĂŒr Strom wĂŒrde die Erhöhung rund 16 Prozent und bei Gas sogar 17 Prozent betragen." Ärmere Haushalte könnten das nicht mehr stemmen, ergĂ€nzte Schneider.

Sollten die Energiepreisbremsen fallen, brĂ€uchte es mindestens zielgerichtete Hilfen fĂŒr Haushalte mit unterdurchschnittlichen Einkommen. "Außerdem ist rechtlich dafĂŒr zu sorgen, dass Strom- und Gassperren in jedem Fall ausgeschlossen werden." Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier, mahnte rasche Entscheidungen an. Erst vor zwei Wochen sei die VerlĂ€ngerung der Energiepreisbremsen bis Ende MĂ€rz 2024 verkĂŒndet worden. Versprechen mĂŒssten eingehalten werden - gerade fĂŒr Menschen, die finanziell darauf angewiesen sind. Viele Menschen mit niedrigem Einkommen brĂ€uchten die Entlastungen weiterhin - "erst recht 2024, wenn die Mehrwertsteuer auf Gas wieder steigt". Die PrĂ€sidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Maria Welskop-Deffaa, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Preisbremsen fĂŒr Strom und Gas hĂ€tten in einer schwierigen Lage gute Dienste geleistet. "Ich wĂŒnsche mir vor allem, dass vor Jahresende schnell ein Haushalt 2024 vom Parlament verabschiedet wird, denn Menschen, soziale Einrichtungen und Wirtschaft brauchen Sicherheit, welche Leistungen sie ab Januar erwarten können", sagte Welskop-Deffaa. "Ich wĂŒnsche mir auch, dass mit diesem neuen Haushalt Vorsorge dafĂŒr getroffen wird, im Fall wieder sprunghaft steigender Energiepreise Familien im Niedrigeinkommensbereich schnell helfen zu können." Die WeiterfĂŒhrung der Energiepreisbremsen wĂ€re dafĂŒr "das Mittel der Wahl".

@ dts-nachrichtenagentur.de