CDU, Deutschland

Merz verspricht: «Keine KĂŒrzungen der gesetzlichen Renten»

Veröffentlicht am: 25.04.2026 um 13:22 Uhr | dpa.de

Der Kanzler hat mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rente fĂŒr Empörung gesorgt. Auf dem CDA-Bundeskongress erklĂ€rt er, wie er sie gemeint hat.

Merz erklÀrt in Marburg, was er mit «Basisabsicherung» bei der Rente gemeint hat. - Bild: Florian Wiegand/dpa
Merz erklÀrt in Marburg, was er mit «Basisabsicherung» bei der Rente gemeint hat. - Bild: Florian Wiegand/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Forderung nach einer StĂ€rkung der privaten Altersvorsorge bekrĂ€ftigt, gleichzeitig aber Abstriche bei der gesetzlichen Rente ausgeschlossen. «Es wird mit uns keine KĂŒrzungen der gesetzlichen Renten geben», sagte der CDU-Politiker bei der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im hessischen Marburg. «Unser Ziel ist und bleibt ein starkes und solidarisches Deutschland auch in der Altersversorgung.»

Der Kanzler hatte Anfang vergangener Woche mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rentenversicherung fĂŒr Empörung unter anderem beim Koalitionspartner SPD gesorgt. «Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein fĂŒr das Alter», hatte er gesagt. «Sie wird nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern.»

In Marburg sagte er nun, dass fĂŒr ihn die gesetzliche Altersvorsorge die Basis fĂŒr das Rentensystem bleiben werde, die er auch nicht einschrĂ€nken wolle. «Das war ĂŒbrigens immer klar, das war auch im Wahlkampf klar, obwohl die SPD versucht hat, im Wahlkampf eine andere Geschichte zu erzĂ€hlen.» 

Merz bekrÀftigt: StÀrkere Gewichtung auf private Vorsorge

Man dĂŒrfe aber nicht mehr nur ĂŒber Haltelinien bei der gesetzlichen Rente sprechen, sondern mĂŒsse alle drei SĂ€ulen der Altersversorgung – gesetzlich, betrieblich und privat – in den Blick nehmen und in ein neues VerhĂ€ltnis zueinander setzen. «Wir mĂŒssen hier eine stĂ€rkere Gewichtung auf die kapitalmarktgedeckten Altersversorgungssysteme legen, damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auch die Chance haben, an der gesamten Vermögensentwicklung unserer Volkswirtschaft teilzunehmen.»

Nach der vorherigen Äußerung des Kanzlers hatte auch CDA-Chef Dennis Radtke vor einer Verunsicherung der BĂŒrger gewarnt. «Wir mĂŒssen aufhören, den Menschen Angst zu machen», sagte der Chef des SozialflĂŒgels der Union dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Radtke wird bei dem CDA-Kongress am Nachmittag reden.

de | politik | 69242081 |