Landkreis, Harz

Landkreis Harz kauft Brockenkuppe fĂŒr 3,5 Millionen Euro

13.06.2025 - 14:32:49 | dpa.de

Der Landkreis Harz hat die Brockenkuppe samt GebĂ€uden fĂŒr 3,5 Millionen Euro gekauft und will sie touristisch weiterentwickeln.

Der Kaufvertrag wurde am Donnerstag unterzeichnet, teilte ein Landkreissprecher am Freitag mit. Der Landkreis habe zwei GrundstĂŒcke mit einer FlĂ€che von 12.937 Quadratmetern erworben, samt GebĂ€uden wie dem Brockenturm, dem Touristensaal und dem WetterhĂ€uschen. VerkĂ€ufer ist die Brockenverwaltungs- und Vermarktungs GmbH& Co. KG, ein Konsortium. Ab dem 1. Juli 2025 sollen die Immobilien in den Besitz des Landkreises ĂŒbergehen. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Landrat spricht von historischem Moment

"Der 12. Juni 2025 ist ein historischer Moment, vergleichbar mit dem Bau des ersten Fernsehturms in Deutschland 1936 auf dem Brocken oder der Brockenöffnung am 3. Dezember 1989", erklÀrte Landrat Thomas Balcerowski. Der höchste Berg Norddeutschlands als Ort zahlreicher Mythen und Sagen und als Symbol der deutschen Wiedervereinigung solle eine tragfÀhige Zukunftsperspektive als touristischer Leuchtturm erhalten.

GrĂ¶ĂŸeres Angebot und mehr QualitĂ€t als Ziel

"Der Landkreis Harz will mit den dringend notwendigen und seit Jahren ĂŒberfĂ€lligen Investitionen in die Infrastruktur auf dem Brockenplateau das Angebot und die QualitĂ€t deutlich anheben, um neue Zielgruppen anzusprechen und etablierte zu halten", so der Landrat.

Geplant ist etwa ein neuer Mehrzwecksaal fĂŒr TheaterauffĂŒhrungen oder auch Tagungen. Ein langgestrecktes, bisher von der Telekom AG gepachtetes dreigeschossiges GebĂ€ude solle fĂŒr eine teilweise touristisch Nutzung umgebaut werden, hieß es weiter. "Dieser als Heinesaal bezeichnete neue Mehrzwecksaal auf dem Brockenplateau ist fĂŒr unterschiedliche Zwecke flexibel nutzbar. Er kann etwa 500 Personen bei Theaterbestuhlung und etwa 250 Personen bei Tagungs- oder Bankettbestuhlung beherbergen", so Landrat Balcerowski.

Entstehen solle zudem ein neues EmpfangsgebÀude als barrierefreier Zugang zu dem Mehrzwecksaal. Es solle auch Verbindung zum Goethesaal und dem Touristensaal im NachbargebÀude sein.

Brockenbahn soll profitieren

Das alles soll fĂŒr mehr GĂ€ste auf dem 1.141 Meter hohen Berg sorgen. Er ist fĂŒr Besucher nicht mit dem eigenen Auto zu erreichen, sondern mit der Brockenbahn, zu Fuß oder mit dem Rad. FĂŒr die Bahn erhofft sich der Landrat neuen Schub. "Ein kĂŒnftig deutlich attraktiverer Brocken sorgt fĂŒr mehr GĂ€ste, die mit der Brockenbahn anreisen", so Balcerowski. Mehr FahrgĂ€ste in den Wagen der 1899 eröffneten Schmalspurstrecke auf den Brocken könnten helfen, die 250 ArbeitsplĂ€tze bei der Harzer Schmalspurbahnen GmbH zu erhalten.

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