Neitzel hĂ€lt deutschen Kampfeinsatz an Nato-Grenze fĂŒr möglich
30.12.2023 - 11:48:19Dieser "imperiale Anspruch Moskaus" gehe "mit einer groĂen Opferbereitschaft" in der russischen Gesellschaft einher. Daher mĂŒsse Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die EinsatzfĂ€higkeit der Bundeswehr rasch verbessern. "Pistorius muss die Bundeswehr so aufstellen, dass sie in fĂŒnf Jahren kĂ€mpfen kann", fordert der an der UniversitĂ€t Potsdam lehrende Historiker. Die Absicht der Bundesregierung, bis 2027 eine Kampfbrigade dauerhaft in Litauen zu stationieren, sei richtig. "Litauens Heer besteht nur aus rund 15.000 MĂ€nnern und Frauen, es hat keinen einzigen Kampfpanzer. Im Falle eines russischen Angriffs sollten wir nicht erst alle Truppen an die Front bringen mĂŒssen", so Neitzel. Er nahm Verteidigungsminister Pistorius in Schutz, der fĂŒr seine Forderung kritisiert worden war, Deutschland mĂŒsse "kriegstĂŒchtig" werden. "Er muss der Bevölkerung klarmachen, dass es an der Nato-Ostflanke zum Krieg kommen kann und dass dies dann nicht nur das Problem von ein paar Soldaten wĂ€re." Betroffen wĂ€re die gesamte deutsche Gesellschaft, so Neitzel. Auf die Schutzmacht USA könne sich Deutschland nicht mehr vorbehaltlos verlassen. "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Trump die US-PrĂ€sidentschaftswahl 2024 gewinnt. Dann kann es sein, dass der Artikel 5 im Nato-Vertrag - die Beistandspflicht im Falle eines Angriffs - zumindest aufgeweicht wird. Putin könnte sich ermuntert fĂŒhlen, eine weitere Grenze zu ĂŒberschreiten", warnt Neitzel. "Wir wissen nicht, was kommt, aber wir mĂŒssen auf alles gefasst sein", rĂ€t er.


