Frei: Neuer Sicherheitsrat entzieht LĂ€ndern keine Befugnisse
09.05.2025 - 00:30:38Durch die Einrichtung eines neuen Nationalen Sicherheitsrates in Deutschland werden nach Ansicht von Kanzleramtschef Thorsten Frei keine Befugnisse der LĂ€nder an den Bund wechseln. «Nein, das ist nicht zu erwarten. Wir respektieren die Hoheitsrechte der LĂ€nder. Das ist ja selbstverstĂ€ndlich klar», sagte der CDU-Politiker im Video-Interview der Deutschen Presse-Agentur. Er habe Â«ĂŒberhaupt keinen Zweifel», dass in den LĂ€ndern wie im Bund bereits eine «exzellente Arbeit gemacht» werde. «Sie muss aber eben eng abgestimmt sein, so dass am Ende eine schlĂŒssige Lösung dabei rauskommt.»
Verabredung im KoalitionsvertragÂ
Union und SPD wollen im Kanzleramt einen Nationalen Sicherheitsrat installieren. Ziel ist es, dort die wesentlichen Fragen einer integrierten
Sicherheitspolitik zu koordinieren, Strategieentwicklung und strategische Vorausschau zu leisten und eine gemeinsame Lagebewertung in Krisen vorzunehmen. Die Sicherheitspolitik ist aber nicht nur Sache des Bundes, auch die LĂ€nder haben hier eine entscheidende Rolle inne.Â
Merz hat bereits Organisationserlass unterzeichnet
Frei betonte, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe bereits in der ersten Kabinettssitzung nach der Regierungsbildung am spĂ€ten Dienstagabend einen entsprechenden Organisationserlass unterzeichnet. «Der ist jetzt die Grundlage fĂŒr die Verwaltungsvereinbarungen zwischen den betroffenen Ressorts. Und so wird auch dieser Nationale Sicherheitsrat StĂŒck fĂŒr StĂŒck entstehen», sagte Frei. «Die Idee, die dahinter ist, ist die, dass wir der Auffassung sind, dass Deutschland mit vielerlei Krisen konfrontiert sind, die man nicht in einzelne Sektoren pressen kann.».Â
Neue Struktur soll maximale Sicherheit ermöglichen
Es gebe Herausforderungen, die eine auĂenpolitische, eine sicherheits- und verteidigungspolitische, eine entwicklungspolitische oder eine innenpolitische Komponente hĂ€tten, sagte Frei. «Und das mĂŒssen wir zusammen denken. Sicherheit ist umfassend zu betrachten, und unsere Verantwortung ist es, fĂŒr die Menschen in Deutschland maximale Sicherheit zu erreichen.» In der Innenpolitik umfasse dies nie nur der Bund alleine, sondern auch die 16 LĂ€nder. «Und deshalb brauchen wir ein in sich schlĂŒssiges, einheitliches Lagebild. Wir brauchen auf dieser Grundlage dann auch in sich schlĂŒssige und in sich kohĂ€rente MaĂnahmen zum Schutz der Sicherheit. Das ist das Ziel dieses Nationalen Sicherheitsrates.»


