Opel-Mutterkonzern hÀlt an Antriebswende fest
03.12.2024 - 17:22:53 | dts-nachrichtenagentur.de"Bislang sind die ab 2025 verschĂ€rften Flottengrenzwerte unverĂ€ndert Gesetz. Wenn irgendjemand auf einem BrĂŒsseler Korridor laut schimpft, heiĂt das noch lange nicht, dass sich irgendeine Regel Ă€ndert", sagte Imparato weiter. "Wir bauen Autos, wie sie die Regeln verlangen." Im ersten Halbjahr des nĂ€chsten Jahres mĂŒssten 20 Prozent aller VerkĂ€ufe BEV sein. Aktuell kommt Stellantis auf zwölf Prozent. "Jeder Prozentpunkt, den wir in der EU unter dem Ziel fĂŒr den BEV-Anteil liegen, kostet uns schnell mehrere Hundert Millionen Euro", sagte Imparato. Der Europachef gibt an, dass Stellantis die Vorgaben mit eigenen Mitteln erreichen kann. Das markiert einen Unterschied zu Konkurrenten. "Manche sind weit entfernt davon, die Vorgaben fĂŒr 2025 einhalten zu können. Daher kĂ€mpfen sie fĂŒr die Abschaffung der Regeln", sagte Imparato. Wenn sich die Grenzwerte noch Ă€ndern sollten, sei man aber auch dafĂŒr gewappnet. Man könne die ProduktionsplĂ€ne schnell an die Anforderungen des Marktes anpassen. Er verweist dabei auf die konzerneigene "Multi Energy Platform", mit der fĂŒr einzelne Modelle die Antriebstechnik flexibel eingesetzt werden könne. Imparato will die Politik gleichwohl nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. "Es kann nicht sein, dass einerseits ein Verkaufsanteil von 21 Prozent batterieelektrischer Fahrzeuge erwartet wird, ohne dass es andererseits entsprechende UnterstĂŒtzung fĂŒr die Errichtung von Ladestationen gibt", kritisierte er. ZurĂŒckhaltender Ă€uĂert sich der Stellantis-Europachef ĂŒber Kaufhilfen fĂŒr E-Autos. "Wir können auch ohne Umweltbonus leben", erklĂ€rte er. Imparato verhehlt allerdings nicht, dass man in dieser unsicheren Marktlage Verbrenner teurer machen muss, um mehr Geld fĂŒr die Elektrifizierung zu haben. Der Stellantis-Europachef erklĂ€rte, dass die Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Leapmotor seinem Konzern bei der Senkung der Flottenemissionen helfe. Negativ bewertete Imparato dagegen die zusĂ€tzlichen Zölle, die die EU auf Autoeinfuhren aus China verhĂ€ngt hat. "Das wird nur die chinesische Invasion beschleunigen, weil diese Hersteller dann bald in Europa produzieren werden", sagte er. "Damit kann man nur ein paar Monate gewinnen." Auch wenn die Art und Weise kritikwĂŒrdig sei, wie die Politik in Europa die Antriebswende verordnet hat, seien höhere Zölle der falsche Weg.
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