PalÀstinenser-Botschafter kritisiert Differenzen bei Union und SPD
28.03.2025 - 13:00:00
Die kĂŒnftigen KoalitionĂ€re konnten sich in der Arbeitsgruppe AuĂenpolitik nicht auf einen gemeinsamen Text zum israelisch-palĂ€stinensischen Konflikt einigen. Die SPD schlug vor, die israelische Siedlungspolitik und PlĂ€ne fĂŒr eine Annexion von Gebieten zu verurteilen, die Union war dagegen.
"Das Völkerrecht wird nicht ein einziges Mal als Grundlage fĂŒr die Position der neuen deutschen Regierung erwĂ€hnt", sagte Arafeh dem "Spiegel". Es sei unvorstellbar, dass die Ablehnung von Siedlungen und der Annexion von Gebieten in palĂ€stinensischen Gebieten strittig sei.
"Ein RĂŒckzug von der seit Langem bestehenden deutschen Position zur Rechtswidrigkeit der Siedlungen widerspricht der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenĂŒber dem Völkerrecht." Dadurch werde der irreversible Schaden ĂŒbersehen, den die Siedlungspolitik fĂŒr eine Zweistaatenlösung darstelle. Statt auf das Völkerrecht Bezug zu nehmen, werde in dem Entwurf der "ambivalente" Begriff der "StaatsrĂ€son" verwendet. Bereits die frĂŒhere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Nachfolger Olaf Scholz (SPD) hatten damit ihre Verantwortung fĂŒr die Sicherheit Israels umschrieben.


