ParitÀtischer, Wohlfahrtsverband

ParitÀtischer Wohlfahrtsverband kritisiert Bafög-Reform

06.03.2024 - 10:57:32

Der ParitĂ€tischer Wohlfahrtsverband ĂŒbt harte Kritik an den PlĂ€nen von Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) fĂŒr eine BAföG-Reform, bei der bisher auf eine Erhöhung der BedarfssĂ€tze verzichtet werden soll.

Der Verband weist auf die hohe Armut unter Studierenden hin und fordert eine Anhebung der BAföG-SĂ€tze auf 800 Euro plus Wohnkostenzuschlag. "Die aktuellen Leistungen, die sogar noch unter Hartz IV beziehungsweise BĂŒrgergeld liegen, sind völlig unzureichend", kritisiert Ulrich Schneider, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des ParitĂ€tischen Gesamtverbands. Nach einer Studie der ParitĂ€tischen Forschungsstelle aus dem Jahr 2022 leben 30 Prozent aller Studierenden in Armut.

Von den alleinlebenden Studenten sind vier von fĂŒnf arm. Nach Berechnungen des Verbandes mĂŒssten die UnterstĂŒtzungssĂ€tze fĂŒr Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern leben, bei mindestens 800 Euro plus Wohnkostenzuschuss liegen. Die angekĂŒndigte Studienstarthilfe sowie die Ausweitung des Kreises der BAföG-Anspruchsberechtigten begrĂŒĂŸt der Verband, verweist jedoch darauf, dass es mehr braucht, um echte Chancengerechtigkeit zu schaffen. "Das Versprechen von gleichen Möglichkeiten fĂŒr alle junge Menschen ist nicht viel wert, wenn es nicht gelingt, Studierende wirksam vor Armut zu schĂŒtzen und ihnen den RĂŒcken fĂŒr eine Ausbildung, frei von existenzieller Not, zu stĂ€rken", so Schneider. Der Verband setzt nun auf deutliche Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren.

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