Polizeibeauftragter, Bewusstsein

Polizeibeauftragter will mehr Bewusstsein fĂŒr sexuelle BelĂ€stigung

28.12.2024 - 18:09:16

Der Polizeibeauftragte der Bundesregierung, Uli Grötsch (SPD), hat mehr Bewusstsein fĂŒr sexuelle BelĂ€stigung bei der Polizei angemahnt.

Ihn erreichten vereinzelt Beschwerden, "bei denen es um Fehlverhalten der Vorgesetzten geht, etwa Mobbing oder sexuelle BelĂ€stigung", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das seien gesamtgesellschaftliche Probleme, die es in den Polizeibehörden genauso gebe, "die dort aber erst recht nichts verloren haben", so Grötsch. Der Anspruch der Polizei an sich selbst mĂŒsse "besonders hoch sein", hob der SPD-Politiker hervor.

"Die Polizei muss im Bereich sexuelle BelĂ€stigung, Chauvinismus, Rassismus und Mobbing besonders aufmerksam sein. Das gilt fĂŒr alle staatliche Institutionen", sagte Grötsch. Damit dies gelinge, wolle er "ein Bewusstsein und eine andere MentalitĂ€t schaffen", erklĂ€rte der Bundesbeauftragte. "Es ist erforscht, dass nur ein Top-Down-Modell hilft: Wenn der Leiter einer Bundespolizeiinspektion auf seiner Dienststelle eine klare Ansage macht bezĂŒglich eines Null-Toleranz-Klimas hinsichtlich sexueller BelĂ€stigung, dann herrscht in den meisten FĂ€llen auch dieses Klima. Tut er das nicht, dann geht es anders zu", so Grötsch. "Wir haben wenige Eingaben zu sexuellen BelĂ€stigungen. Aber das Thema steht wie ein Elefant im Raum. Wir sind da entsprechend wachsam. Denn am Ende darf nicht stehen: Der TĂ€ter bleibt und das Opfer geht, wie es in vielen FĂ€llen ist", hob der ehemalige Bundestagsabgeordnete hervor.

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