Polizeibeauftragter gegen ZurĂŒckweisung von Migranten an Grenzen
05.09.2024 - 05:00:00
"Viel entscheidender ist doch die Sicherung der AuĂengrenzen des Schengen-Raums, in dessen Inneren in der Regel die Kontrollfreiheit herrscht", sagte Grötsch dem "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe).
Eine EindÀmmung der irregulÀren Migration lasse sich "am besten auf europÀischer Ebene bewerkstelligen", sagte der SPD-Politiker, der bis zu seiner Ernennung zum Polizeibeauftragten des Bundes im vergangenen MÀrz ein Bundestagsmandat innehatte.
"ZurĂŒckweisungen sind nicht die Lösung." Es habe "langfristig keinen positiven Effekt, wenn man sich im Geltungsbereich des Dublin-Abkommens gegenseitig die GeflĂŒchteten zuschiebt", sagte Grötsch.
Die Union knĂŒpft eine Fortsetzung der MigrationsgesprĂ€che mit Bund und LĂ€ndern daran, dass ihre Forderung nach einer ZurĂŒckweisung von Migranten aufgenommen wird. Die Begriffe "illegalen Migration", "irregulĂ€re Migration" und "undokumentierte Migration" werden hĂ€ufig synonym verwendet. Der GroĂteil der Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, gilt zunĂ€chst als "illegal eingereist", da sie AsylantrĂ€ge nicht vor ihrer Einreise stellen können. Werden die AntrĂ€ge genehmigt, gelten die FlĂŒchtlinge jedoch als regulĂ€r aufhĂ€ltig.


