Forum Erbrecht plĂ€diert fĂŒr grundlegende Erbschaftssteuerreform
05.09.2025 - 01:00:00Die zahlreichen Ausnahmeregelungen fĂŒhrten dazu, dass Erben fĂŒr wenige Immobilien hohe Steuern zahlen mĂŒssten, Erben vieler Immobilien mitunter aber gar nichts zahlen mĂŒssten, so Steiner. Am Mittwoch hatte das Bundesamt fĂŒr Statistik das festgesetzte Aufkommen aus der Erbschaftsteuer 2024 mit 13,3 Milliarden Euro angegeben. "Die Erbschaftsteuer erreicht heute ein Rekordniveau, weil FreibetrĂ€ge nicht angepasst werden", erklĂ€rte Steiner. "Der Wert von GrundstĂŒcken und Immobilien ist aber in den vergangenen Jahren gestiegen. Der Staat nimmt stĂ€ndig automatisch mehr ein, es ist schon jetzt eine heimliche Steuererhöhung." Die vom bayerischen MinisterprĂ€sidenten Markus Söder (CSU) vorgebrachte Kritik an vergleichsweise hohen Erbschaftssteuern, die in Bayern fĂŒr Immobilien fĂ€llig werden, hĂ€lt er fĂŒr nachvollziehbar. "NatĂŒrlich ist es ein Riesenunterschied, ob ich ein Haus in der NĂ€he von MĂŒnchen erbe, wo die Immobilienpreise sehr hoch sind, oder auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern. Die FreibetrĂ€ge sind bundesweit die gleichen. Und deshalb gibt es in Bayern schon einen erheblichen Verkaufsdruck auf Erben. Man kann ja schlieĂlich von einem HĂ€uschen nichts abbeiĂen." Söder hatte vorgeschlagen, die ErbschaftsteuersĂ€tze zu regionalisieren.


