Ungarn

DIW-PrÀsident wertet Orban-Abwahl als Signal gegen Rechtspopulismus

13.04.2026 - 14:27:45 | dts-nachrichtenagentur.de

Der PrĂ€sident des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht im Machtwechsel in Ungarn auch eine Niederlage fĂŒr Rechtspopulisten in Europa."Die Abwahl Orbans ist ein politisches Urteil ĂŒber ein ganzes Modell", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

Tisza-AnhÀnger feiern auf der Wahlparty am 12.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das System des langjÀhrigen MinisterprÀsidenten Viktor Orban, das auf Nationalismus, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation basiere, sei letztlich gescheitert. "Ungarn zeigt: AutoritÀre Populisten sind verwundbar, wenn ihre Bilanz sichtbar wird."

Nach dem deutlichen Wahlsieg der pro-europĂ€ischen Tisza-Partei unter OppositionsfĂŒhrer Peter Magyar hob Fratzscher die Signalwirkung fĂŒr Deutschland hervor. Der Sturz Orbans sei fĂŒr die AfD und andere extrem rechte Parteien in Europa ein Warnsignal. "Orban war ihr Vorbild - sein Sturz entlarvt die Leere ihrer Versprechen."

Fratzscher zog zudem eine direkte Verbindung zur US-Politik. Er wertete den Wahlausgang als "empfindlichen RĂŒckschlag" fĂŒr den Export der sogenannten MAGA-Ideologie ("Make America Great Again") nach Europa. US-PrĂ€sident Donald Trump und sein Vize-PrĂ€sident JD Vance hatten Orban im Wahlkampf massiv unterstĂŒtzt. Nach Ansicht des DIW-Chefs stĂŒnden Trump, Orban und ihre VerbĂŒndeten fĂŒr dieselbe Logik: "Feindbilder statt Lösungen, Spaltung statt Wohlstand."

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