Gemeindebund, System-Umbau

Gemeindebund fordert System-Umbau bei Staatsausgaben

28.01.2025 - 23:00:00

Der PrÀsident des Deutschen StÀdte- und Gemeindebundes, Uwe Brandl (CSU), fordert eine "Umkehr" in der Migrations- und allgemein der Ausgabenpolitik in Deutschland.

Angesichts einer tiefergreifenden wirtschaftlichen Krise und eines 186 Milliarden Euro schweren "Sanierungsstaus" bei den Kommunen mĂŒsse "das gesamte System umgebaut werden", sagte er "Ippen-Media". "Das ist auch die Chance, sich darauf zu besinnen, dass man sich nicht jeden Wunsch auch leisten kann", fĂŒgte Brandl hinzu. Fraglich sei beispielsweise, warum sich EinkommensmillionĂ€re finanziell nicht an der frĂŒhkindlichen Erziehung ihrer Sprösslinge beteiligen mĂŒssten. "An diese Dinge muss man ran, auch wenn das nicht populĂ€r ist", mahnte Brandl.

"Es ist Teil unseres SozialverstĂ€ndnisses gewesen, dass wir denen helfen, die sich selber nicht helfen können - aber nur, solange sie das nicht können." Beim Thema Migration sei die Lage fĂŒr die Kommunen "teils brutal, insbesondere die Frage der Unterbringung", erklĂ€rte Brandl. "Auch mit Blick auf das Gerechtigkeitsempfinden in der Bevölkerung" sei es wichtig, ankommende Menschen schnell in Arbeit zu bringen. "Ich bin der festen Überzeugung, dass ĂŒber das Thema Arbeit das Thema Integration deutlich besser lösbar ist", sagte Brandl. Das sei zugleich fĂŒr das SelbstwertgefĂŒhl der Ankommenden förderlich: "Da sind sie vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Das wĂ€re eine Umkehr in der Politik." Es gehe darum, "vom ersten Tag an zu arbeiten", fĂŒgte der CSU-Politiker hinzu: "Überspitzt gesagt muss auch ein Bauingenieur unter UmstĂ€nden Arbeit ableisten, die unter seiner Qualifikation liegt, bis er die Sprache so beherrscht, dass er in seinem Beruf tĂ€tig sein kann."

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