Reservistenverband beklagt MĂ€ngel bei der Betreuung der Reserve
04.04.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDer Reservistenverbandschef sagte zugleich, dass der vom Verteidigungsministerium geplante Aufwuchs auf 200.000 Reservisten aus seiner Sicht nicht ausreiche. "Um durchhaltefĂ€hig zu werden, muss die Reserve dreimal gröĂer sein als die regulĂ€re Truppe", sagte er. "Das wĂ€ren 800.000 bis 900.0000 Soldaten." Laut Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestages, Henning Otte (CDU), waren zuletzt rund 60.000 Reservisten beordert, also fĂŒr bestimmte Dienstposten fest eingeplant.
Das Anfang Januar in Kraft getretene Gesetz zum neuen Wehrdienst sieht vor, dass die regulÀre Truppe von zuletzt rund 184.000 Soldaten bis 2035 auf 260.000 anwÀchst - und die Reserve auf 200.000. Dabei werden die freiwillig Wehrdienstleistenden nach ihrem mindestens sechsmonatigen Dienst automatisch der Reserve zugeordnet, es sei denn, sie werden Zeit- oder Berufssoldaten.
Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte dem RND, die neue "Strategie der Reserve" befinde sich "in der finalen Phase". "Wir werden noch im April, nach Billigung des Dokumentes durch den Bundesminister und der Unterrichtung des Parlamentes, hierzu weiter informieren können." Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Ende Februar im Bundestag zudem ein ReservestĂ€rkungsgesetz noch fĂŒr diesen Sommer angekĂŒndigt.
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