Schuster kann sich nur Zweistaatenlösung vorstellen
23.01.2024 - 14:02:36 | dts-nachrichtenagentur.de"Ich persönlich kann mir nur eine Zweistaatenlösung vorstellen, aber Israel wird nicht bereit sein, Jerusalem aufzugeben. Was ich verstehe." Er empfinde "gegenĂŒber der palĂ€stinensischen Bevölkerung in Gaza MitgefĂŒhl. Jedes Opfer auf der palĂ€stinensischen Seite ist eines zu viel und ebenso schmerzlich wie jedes Opfer auf israelischer Seite", so Schuster. Die jĂŒdischen Gemeinden in Deutschland seien allerdings "nicht das israelische Konsulat". Zwar sei das VerhĂ€ltnis zum aktuellen Botschafter "das beste seit Jahren - wir versuchen uns jetzt gegenseitig zu unterstĂŒtzen, aber nicht blind. Wir tragen nicht alles mit." So habe Schuster im vergangenen Jahr Israels Premierminister Netanjahu um ein GesprĂ€ch gebeten "und ihm gesagt, was ich von seiner Justizreform in Israel halte - nĂ€mlich rein gar nichts." Zudem lobte Schuster den gescheiterten VorstoĂ des Berliner Kultursenators Joe Chialo (CDU), offen antisemitische KĂŒnstler von staatlicher UnterstĂŒtzung auszuschlieĂen. Gegen die sogenannte "Antidiskriminierungsklausel" hatte sich massiver Widerstand in der Kulturszene geregt, bis Chialo am Montag die Verordnung aufgrund juristischer Bedenken aussetzte. Er habe "ein gewisses UnverstĂ€ndnis dafĂŒr, warum es ĂŒberhaupt diesen Protest gab", sagte Schuster. "Ich hĂ€tte mir mehr RĂŒckendeckung fĂŒr den Kultursenator gewĂŒnscht. Ich kann nicht verstehen, warum menschenverachtende Positionen ein Grundrecht und Teil der Meinungsfreiheit sein sollten. Rassismus ist keine Meinung, Antisemitismus auch nicht." Wer so denke, sollte keine staatlichen Fördermittel erhalten. "Der Gedanke von Joe Chialo war richtig und ich hoffe, dass er seine klare Politik trotz und gerade wegen dieses leider erst mal erfolgreichen Protestes weiterfĂŒhrt", so der ZentralratsprĂ€sident. Weiter forderte Schuster ein Bekenntnis fĂŒr Israel und gegen Antisemitismus als verbindlich fĂŒr neue StaatsbĂŒrger. "Wer die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft erwerben will, sollte sich klar zum Existenzrecht Israels bekennen und eine deutliche Absage gegenĂŒber Antisemitismus abgeben", sagte er dem "Stern".
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