Ukraine, DEU

LĂ€nder zweifeln an KostenplĂ€nen fĂŒr Leistungswechsel von Ukrainern

03.12.2025 - 00:00:00

Der rheinland-pfĂ€lzische MinisterprĂ€sident Alexander Schweitzer (SPD) hat vor der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am Donnerstag den von der Bundesregierung geplanten Wechsel von Ukrainern aus dem BĂŒrgergeld in Asylbewerberleistungen infrage gestellt.

"Ich habe erhebliche Fragezeichen bei der KostenschĂ€tzung des Bundes", sagte Schweitzer der "Bild" (Mittwochausgabe) mit Blick auf die im Gesetzentwurf geplante Pauschale. Der Regierungschef, der gleichzeitig auch Vorsitzender der MinisterprĂ€sidentenkonferenz ist, drĂ€ngt auf "eine Kompensation des Bundes, die nicht zu einer zusĂ€tzlichen Belastung fĂŒr LĂ€nder und Kommunen fĂŒhrt". Der geplante Wechsel fĂŒr Ukrainer "zeigt einmal mehr, wie negativ sich Entscheidungen des Bundes auf die Haushalte von LĂ€ndern und Kommunen auswirken und dass wir deshalb das Prinzip `Wer bestellt, bezahlt` brauchen". Auch Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) pocht auf einen vollstĂ€ndigen Kostenausgleich.

"Im Koalitionsvertrag ist festgelegt worden, dass die dadurch entstehenden Mehrkosten fĂŒr die BundeslĂ€nder durch den Rechtskreiswechsel in das Asylbewerberleistungsgesetz der Bund ĂŒbernehmen wird. Das ist auch ein Thema bei unserem Treffen am Donnerstag", sagte Haseloff dem Blatt. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf im Kabinett verabschiedet, der vorsieht, dass Ukrainer, die ab April 2025 nach Deutschland gekommen sind, nicht lĂ€nger BĂŒrgergeld, sondern die niedrigeren Asylbewerberleistungen bekommen sollen. Die RegelsĂ€tze des BĂŒrgergelds werden aus dem Bundeshaushalt finanziert, Asylbewerberleistungen von LĂ€ndern und Kommunen.

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