Steuern, Arbeitsmarkt

IG BCE fordert Spitzensteuersatz erst ab 100.000 Euro

07.06.2026 - 12:23:18 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Spitzensteuersatz soll nach dem Willen von IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis künftig erst ab einem Jahreseinkommen von etwa 100.000 Euro greifen.

IG BCE fordert Spitzensteuersatz erst ab 100.000 Euro
Steuern - Michael Vassiliadis (Archiv) 07.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das sagte der Gewerkschafter der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).

"Die Gewerkschaften wollen weiterhin den linear-progressiven Einkommenstarif, aber ohne Mittelstandsbauch", sagte Vassiliadis. Wer viel verdiene, solle mehr Steuern zahlen, wer wenig verdiene, gar nichts oder weniger. Die Mitte sei aber zu sehr belastet und müsse entlastet werden. Konkret schlug er vor, das zu versteuernde Jahreseinkommen, ab dem der Spitzensteuersatz greift, von derzeit knapp 70.000 auf etwa 100.000 Euro brutto zu erhöhen. Den Spitzensatz könne man dann von derzeit 42 Prozent um zwei, drei Punkte anheben und die Reichensteuer ab 200.000 Euro einführen. Zudem müssten Erbschaften höher besteuert werden.

Vassiliadis zeigte Verständnis für Wirtschaftsvertreter, die eine Höherbesteuerung von Betriebsvermögen ablehnen. "Tatsächlich darf es nicht passieren, dass Betrieben Vermögenswerte entzogen werden, die für Investitionen gebraucht werden", sagte er. Gleichzeitig müsse genau das der Leitfaden für eine höhere Besteuerung von Erbschaften sein, die es zweifellos brauche. "Es kann nicht sein, dass Vermögende Gelder so hin und her schieben, dass sie so gut wie gar keine Steuern zahlen müssen", kritisierte der Gewerkschafter.

Zudem forderte er eine zusätzliche Abgabe sehr reicher Menschen zur Finanzierung von Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. "Sie haben großes Interesse daran, dass es gute Infrastruktur und Sicherheit in Deutschland gibt, um ihre Unternehmen florieren zu lassen", sagte Vassiliadis. Daher sollten sehr reiche Menschen einen eigenen Beitrag in Form von Abgaben für Infrastruktur oder Verteidigung leisten.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69495814 |

Weitere Meldungen

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-Steuerpläne Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einer Höherbesteuerung von Besserverdiener und Unternehmen sowie nach einer obligatorischen Betriebsrente scharf kritisiert. (Politik, 09.06.2026 - 09:44) weiterlesen...

SPD lehnt Verlängerung des Tankrabatts ab Die SPD lehnt eine Fortsetzung des Tankrabatts nach Auslaufen der Maßnahme Ende Juni ab."Der Tankrabatt hat sein Ziel, schnell möglichst viele Menschen zu entlasten, erreicht. (Politik, 08.06.2026 - 16:05) weiterlesen...

DGB-Chefin kritisiert Reformpläne der Regierung als verfehlt Vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt hat DGB-Chefin Yasmin Fahimi die Reformpläne der Bundesregierung pauschal als fehlgeleitet kritisiert und Gegenvorschläge angekündigt.Der bisherige Ansatz sei ökonomisch und sozial völlig verfehlt, sagte Fahimi dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 08.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Wegner begrüßt Steinmeiers Olympia-Unterstützung Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat die Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine Olympia-Bewerbung 2036 begrüßt.Wegner sagte am Sonntag der ARD, er sei "sehr erleichtert" und freue sich, dass Steinmeier trotz früherer Bedenken nun eine Bewerbung unterstütze. (Politik, 07.06.2026 - 20:55) weiterlesen...

SPD lehnt Kürzung der Rentenerhöhung ab Die SPD hält an der geplanten Rentenerhöhung fest und weist einen anderslautenden Vorstoß aus der Jungen Union (JU) zurück. (Politik, 07.06.2026 - 15:32) weiterlesen...

Bovenschulte droht mit Blockade der Steuerreform im Bundesrat Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) fordert eine befristete Aussetzung der Schuldenbremse, um die geplante Steuerreform zu finanzieren. (Politik, 07.06.2026 - 11:55) weiterlesen...