FernwÀrme: Wohnungswirtschaft fordert verschÀrfte Preiskontrolle
01.03.2024 - 09:56:19Und fĂŒr Vermieter sei es verlockend, sich an FernwĂ€rmenetze anzuschlieĂen, weil die Anschlusskosten im Vergleich zu einer Installation einer WĂ€rmepumpe deutlich niedriger seien. "Wenn aber die Mieter jetzt mit Nachzahlungen von bis zu 4.000 Euro konfrontiert werden, dann geht die Rechnung nicht auf. FĂŒr sozial orientierte Vermieter kann FernwĂ€rme dann keine Option sein." Handlungsbedarf sieht auch der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). "Viele FĂ€lle von hohen Nachzahlungen bei FernwĂ€rme zeigen vor allem eines: eine intransparente Preisgestaltung", sagte Verbandsdirektor Andreas Breitner dem "Handelsblatt". Es brauche deshalb eine unabhĂ€ngige, bundesweit agierende Behörde, die laufend die Preise fĂŒr FernwĂ€rme beobachte, kontrolliere und umgehend eingreife, wenn zulasten der Verbraucher Reibach gemacht werde. Breitner regte auch an, FernwĂ€rme einem GemeinnĂŒtzigkeitsgebot zu unterlegen. "Wie in DĂ€nemark sollte hierzulande der Preis fĂŒr FernwĂ€rme nur den Betrag decken, der fĂŒr die Herstellung und Verteilung benötigt wird", sagte er. "Ăber den Erhalt des Eigenkapitals und die dazu erforderliche geringe Eigenkapitalverzinsung hinausgehende Gewinne mĂŒssen untersagt werden." Anbieter von FernwĂ€rme mĂŒssten zudem verpflichtet werden, alle Gewinne in die FernwĂ€rmeversorgung zu reinvestieren. "Eine Quersubventionierung anderer öffentlicher Aufgaben durch ĂberschĂŒsse aus dem FernwĂ€rmegeschĂ€ft muss gesetzlich ausgeschlossen werden."


